Julian Barlen
Ja. Gut, also erst mal glaube ich, dass wir uns bei so einem humanistischen Menschenbild nicht besonders unterscheiden. Ich muss sagen, beim Waffenrecht, das ist ja nicht nur in Deutschland, sondern wenn wir mal in die Vereinigten Staaten blicken, also schon wirklich ein sehr großer Zankapfel und eigentlich auch so ein bisschen wie so eine etwas vergiftete Speerspitze des Liberalismus. Also ich muss sagen, ich kann mit vielen liberalen Ideen wahnsinnig viel anfangen, aber gerade bei der Frage, ob es zur Freiheit gehört, die Freiheit anderer auf so finale Art und Weise mit Waffengewalt einschränken zu dürfen, da, glaube ich, werden wir wahrscheinlich unterschiedlicher Meinung sein. (Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD – Zuruf von Sebastian Ehlers, CDU) Also ich bin für ein sehr restriktives Waffenrecht. Ich würde gerne Waffen nicht in der Hand von Privatleuten sehen, weil Waffen falsch eingesetzt werden (Beifall vonseiten der Fraktion der SPD) und völlig fatale Folgen, tödliche Folgen einfach haben. Und jetzt noch mal zum Thema Lkw-Fahrer: (Heiterkeit vonseiten der Fraktion der AfD) Also Sie haben das jetzt so ein bisschen belächelt, aber der Vergleich ist sogar noch viel zwingender. Wir zwingen sogar Lkw-Fahrerinnen und Lkw-Fahrer dazu, alle fünf Jahre ihre Tauglichkeit zum Führen eines Lkw nachzuvollziehen mit dem Vorlegen verschiedener Unterlagen, mit Tests, mit allen möglichen Dingen. Und wenn wir das sogar bei Lkw-Fahrern machen, dann war doch meine Argumentation nur, dann müssen wir es doch bei Menschen, die über Schusswaffen, sozusagen so richtige Vernichtungswaffen verfügen, erst recht machen. (Zurufe von Horst Förster, AfD, und Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Das war doch mein Ansatz, Ihnen das näherzubringen. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)
