landtag-mv.de ↗

Thomas de Jesus Fernandes

AfD 11.03.2022 Sitzungen 8/15

Sehr geehrtes Präsidium! Werte Abgeordnete! Die CDU hat hier einen Antrag vorgestellt, den wir sehr gut finden. Und zwar geht es darum, verbindliche Leitlinien gegen das Leid zu schaffen. So habe ich es zumindest gelesen. Wir müssen hier vorwärtskommen in der Palliativ- und Hospizversorgung. Da ist es eben nicht so blumig und rosig, wie wir eben hier gehört haben von der Sozialministerin, dass denn schon viel passiert. So viel ist es denn doch nicht. Und wir haben tatsächlich nach der Evaluierung zwei Jahre Stillstand hier zu verzeichnen, auch coronabedingt, aber Sie haben sich ja hier hingestellt und haben gesagt, was Sie denn schon alles tun. Aber so richtig kam dann eben nicht rüber, was Sie denn tatsächlich schon getan haben, aber viel, was Sie noch tun wollen. Und ich habe den Antrag jetzt so gelesen, Herr Glawe, dass Sie das gerne alles etwas verbindlicher haben möchten und auch mit ordentlich Rückenwind hier von allen Fraktionen aus dem Landtag, denke ich mal, und das ist auch gut so, denn es ist eben nicht so, dass wir schon genug Versorgung in den meisten Bereichen haben. Wir haben einen Bereich, tatsächlich, da sind wir Platz 1 in M-V, was sehr, sehr selten ist für M-V, irgendwo mal Platz 1 zu sein in positiver Hinsicht, und zwar ist es die stationäre palliative Versorgung in den Krankenhäusern. Da sind wir sehr gut aufgestellt. Da gab es eine Empfehlung, dass so 8 bis 10 Betten pro 100.000 Einwohner eine gute Auslastung sind. Und dort liegen wir bei 9,74. Das heißt, dort haben wir eine gute Versorgung für diese Leute. Aber gerade im ländlichen Raum – und das ist ja das Grundproblem bei uns in Mecklenburg-Vorpommern, auch mit der medizinischen Versorgung eben dann hier, auch in der Palliativ- und Hospizversorgung – hängen wir ganz weit hinterher. Hier wird ganz viel ehrenamtlich geleistet. Ich möchte den ehrenamtlichen Leuten, die dort aktiv sind, noch mal unseren Dank aussenden. Das können wir alle machen mit einem Applaus, (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD) sollten wir auch machen. Das ist eine Aufgabe, die sehr wichtig ist, auch im Umgang mit den Angehörigen. Dort wird auch ganz viel Leid gemildert, meine Damen und Herren. Wir können es natürlich auch mit einer Schweigeminute machen, okay. Gut, wir haben im ambulanten Bereich 23 ambulante Hospize, das haben wir auch schon gehört. Das hat Frau Drese uns hier als Erfolg verkauft. Laut Evaluierung oder laut den Papieren, die uns jetzt hier zur Verfügung stehen, sind es aber genau 18 zu wenig. Und da sehen wir ungefähr, dass wir quasi etwas über die Hälfte hier versorgen können und der Bedarf bei Weitem nicht abgedeckt ist. Deswegen unterstützen wir diesen Antrag und freuen uns natürlich auch, wenn der noch mal in die Ausschüsse verwiesen wird. Vielleicht kann man das ja präzisieren, aber am Ende steht auch für uns fest, hier müssen verbindliche Leitlinien entstehen und keine Bekundungen des Sozialministeriums, sondern konkrete Handlungsmaßnahmen, damit wir in Zukunft auch effektiv Leid mildern können hier in diesem Land. – Vielen Dank, meine Damen und Herren! (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD)

Alle Reden von Thomas de Jesus Fernandes Protokoll ↗