Paul-Joachim Timm
Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Also zum Kollegen von der SPD-Fraktion ist zu sagen, also ein toller Hecht am Rednerpult sieht anders aus. Ich hätte mir schon etwas mehr Inhalt gewünscht und Beitrag gewünscht von Politikern. Die Zeit der Wende, hier das Agrarische im Land begleiten, also das war doch etwas dünn. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD – Zuruf von Sebastian Ehlers, CDU) Und, Herr Minister Backhaus, ich möchte kurz – ich erspare es Ihnen nicht – das Wort „Gülle“ erwähnen. Ich möchte an den Güllevorfall in der Uecker erinnern 2014. (Torsten Koplin, DIE LINKE: Was hat das mit dem Antrag zu tun?) Da hatten wir einen massiven Eintrag, eine massive Verschmutzung von diesem kleinen Flüsschen. Im Gegensatz zu damals war die Ursache bekannt, woran es lag. Heute ist die Ursache nicht bekannt, und das haben Sie ja eben auch mehrfach erwähnt. Hintergrund, warum ich das erwähne, ist aber, dass wir natürlich zuerst einmal die Ursache klären müssen, bevor wir in Schritt zwei übergehen, und das war damals bei der Uecker der Einsatz von zwei Millionen Fischen, um das Ökosystem dort wieder aufzupäppeln. Und wenn wir jetzt so etwas machen wollen würden – im Konjunktiv –, dann würden Sie viele Tiere in den sicheren Tod schicken. Ich verstehe nicht, Herr Damm ... Wo ist er? Ist er noch da? Er ist nicht mehr da. Ich verstehe nicht, Herr Damm, was daran nicht zu begreifen ist. Aber machen Sie ruhig weiter so! Vielleicht nimmt die Tierschutzpartei Ihnen zur nächsten Landtagswahl ja noch mehr Prozente weg. (Heiterkeit bei Daniel Seiffert, DIE LINKE) Die tragen das Anliegen nämlich im Namen. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD) Zu den restlichen Rednern bleibt mir nur festzustellen, dass es mich doch sehr irritiert. Die Deutsche Allianz für Meeresforschung, also ich gehe davon aus oder ich möchte darauf vertrauen, dass Sie sich beschäftigt haben im Vorhinein, was diese Deutsche Allianz für Meeresforschung eigentlich ist und wer daran beteiligt ist. Und wenn Sie des Googelns mächtig sind, werden Sie ganz schnell erkennen, dass auch beide Universitäten unseres Bundeslandes darin eingebunden sind mit ihren meeresökologischen Instituten. Und, Herr Backhaus, da muss ich einfach sagen, dass ich das sehr irritierend finde. Anscheinend scheinen Sie unseren Universitäten keine Lösungskompetenz zuzubilligen, denn sonst wäre es ja etwas Einfaches, (Marcel Falk, SPD: Nicht zugehört!) sonst wäre es ja etwas einfacher, (Zuruf von Michel-Friedrich Schiefler, SPD) dass Sie einfach unserem Antrag zustimmen und die Akademikerinnen und Akademiker unseres Landes einfach mal machen lassen. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD) So einfach geht das, und das ist Forschung und die ist angebracht. (Thomas Krüger, SPD: Läuft doch!) Und nein, meine Fraktion sagt nicht, (Zuruf von Thomas Krüger, SPD) dass sie den Stein des Weisen gefunden hat. Das ist auch nicht unsere Aufgabe. Unsere Aufgabe ist es hier, einen knallharten Regierungsauftrag zu formulieren, was wir getan haben, und darum jetzt zu ersuchen, dass die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – auch des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern – hier beteiligt werden. Wie gesagt, Sie haben es doch selbst festgestellt, Sie wissen nicht um die Ursache. (Zuruf von Thomas Krüger, SPD) Und es kann doch kein Problem sein, wenn man mit seinem Latein am Ende ist, Herr Krüger, dass man sich einfach Hilfe sucht von Instituten, (Enrico Schult, AfD: So ist das.) die es besser können anscheinend. (Thomas Krüger, SPD: Ach so! – Daniel Seiffert, DIE LINKE: Die jetzt schon mitmachen.) Offensichtlich ja. (Daniel Seiffert, DIE LINKE: Wieder was dazugelernt.) Also wie gesagt, wir bleiben da dran, (Heiterkeit vonseiten der Fraktion der SPD) einen Schritt vor dem anderen. Der erste Schritt ist die Forschung, der zweite Schritt wäre der Besatz von neuen Fischen. (Zuruf von Thomas Krüger, SPD) Und das können Sie auch gar nicht so einfach von der Hand weisen. Und deswegen bleibt Ihnen eigentlich gar nichts anderes übrig, als unserem Antrag zuzustimmen. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD – Zuruf von Thomas Krüger, SPD)
