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Sandy van Baal

FDP 10.03.2022 Sitzungen 8/14

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich werde mich so kurz wie möglich fassen, denn meine Vorredner haben das meiste schon angebracht. So, wie der Minister auch bereits heute ausgeführt hat und das auch schon mehrfach im Agrarausschuss getan hat, es steht nicht fest, die Ursachenfindung, also woran es gelegen hat. Es wurden Untersuchungen gemacht, es wurde geforscht und es wurde nichts herausgefunden. Dabei ist die Befassung mit dem Thema in den zuständigen Behörden und die Untersuchung von Proben, um die Ursache des Fischsterbens herauszufinden, auch in verschiedenen Laboren und Institutionen, der richtige und einzige Weg, um das Problem zu lösen. Nach all diesen Untersuchungen nun ohne Ergebnis geblieben, tauchten dann verschiedene Vermutungen auf, wie genau es zu diesem Fischsterben kommen konnte. Belegen lässt sich das aber bisher nicht mit den Methoden der modernen Wissenschaft. Irritiert hat mich damals allerdings, dass nicht zuerst durch offizielle Seiten vom Fischsterben berichtet wurde, sondern erst ein Angler mit Bildern von den toten Fischen auf das Thema aufmerksam machen musste, bevor einige Tage später erst von offizieller Seite Stellung bezogen wurde. Das hat die Probeentnahmen ein wenig verzögert, was natürlich ungünstig war. Aber na ja, es gibt bei diesem Thema nur einen Weg beziehungsweise eine Lösung: Man muss am Ball bleiben. Wir müssen die Situation hier im Blick behalten und auch weiterhin die Methoden, die uns unsere Forschung bietet, ausschöpfen. Dazu gehören neben weitgehenden Untersuchungen des Gewässers allgemein, insbesondere hinsichtlich eventueller Verschmutzungen durch Altlasten, auch mögliche Untersuchungen an gefangenen beziehungsweise gefischten Fischen, um so gegebenenfalls eine Ursache für das Sterben finden zu können. Ich möchte aber noch mal einen Blick weg von der Theorie hin zur Praxis lenken. Fragt man nämlich mal Fischer, sowohl aus der Gegend als auch generell, dann gehen die deutlich entspannter mit dem Thema um. Mehrfach wurde hier darauf verwiesen, dass es solche Vorgänge mit plötzlich in großen Massen sterbenden Fischen schon gab, nicht zwangsläufig in der Vergangenheit, aber es soll sie gegeben haben, das hat der Minister auch erwähnt, insbesondere auch bei Brassen, die ja hier überwiegend betroffen waren. Ebenfalls, so schlimm die Bilder der massenhaft verendeten Fische für uns und natürlich auch für mich waren, geht man seitens der Fischer mit der Menge der gestorbenen Fische teilweise etwas lockerer um. Mir wurde berichtet, dass es an sehr guten Tagen auch schon mal möglich ist, mehrere Tonnen Fisch in den Boddengewässern zu fangen. Aber nichtsdestotrotz bleibt es bei meinen vorherigen Aussagen, wir sollten die Möglichkeiten, die uns unsere Behörden und Labore bieten, nutzen, um der Sache hier einfach weiter auf den Grund zu gehen. Wir lehnen Ihren Antrag ab. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und FDP)

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