Reinhard Meyer
Sind Sie mit der Kommentierung fertig? (Jan-Phillip Tadsen, AfD: Ja.) Danke! Also die Frage ist zunächst einmal: Gibt es russische Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern? Rein rechtlich ist es so, dass es keine direkten russischen Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern gibt, sondern es gibt ausschließlich deutsche Unternehmen, aber dann wird es schon kompliziert, einige Unternehmen auch mit einer russischen Eigentümerstruktur. Und was noch schwieriger zu beurteilen ist, ist eben die Frage, ob da entsprechende Finanzbeziehungen auch existieren. Generell kann man sagen, was wir zurzeit erleben, dass die Lieferketten unterbrochen werden. Und ich glaube, das ist auch erst der Anfang dessen, was an wirtschaftlichen Auswirkungen auf Deutschland, auf Mecklenburg-Vorpommern zukommt. Wenn Sie überlegen, dass vor längerer Zeit ein Schiff im Suezkanal zehn Tage quergestanden hat und was das für die Lieferketten schon alleine bedeutet hat, dann kann man sich ungefähr ausmalen, was ein solcher Krieg Russlands in der Ukraine dann für Europa und für die Welt bedeutet. „Lieferketten unterbrechen“ heißt speziell für Mecklenburg-Vorpommern, Schwerpunkte sehen wir bei der Lieferung von Vorprodukten für die weitere Verarbeitung. Es betrifft alles, was Metallverarbeitung angeht. Wir haben auch Vorprodukte, die bezogen werden für die Lebensmittelindustrie. Wir haben natürlich das Holzcluster in Wismar, von dem wir wissen, dass einiges an Holz aus Sibirien und damit aus Russland bezogen wird. Das wird natürlich Auswirkungen haben. Im Moment hat es noch eine gute Lagerung gegeben, aber das ist natürlich immer die Frage des Nachschubs. Über das Thema Steinkohle anlässlich der Frage von Herrn Peters hatten wir auch schon berichtet. Im Logistikbereich wird es Auswirkungen geben. All das führt dazu, dass wir uns zurzeit ein Bild machen zusammen mit der Wirtschaft. Wir haben zuletzt am Freitag eine größere Runde gemacht, weil wir im Moment sammeln, wie ist die Situation, wie können wir unterstützen bei den verschiedenen Themen, und das werden wir als Wirtschaftsministerium auch tun.
