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Daniel May

GRÜNE 01.09.2026 Sitzungen 21/73

Sie auch mal rein! Ich ermutige Sie dazu!) Wir wollen, dass die nach dem neuen Sozialindex ten Stunden erstens an die richtigen Schulen gegeben den und zweitens ihrem Zweck dienen. Nach zehn Sozialindex müssen wir prüfen, ob diese Stunden bisher verteilt sind, dass die Schulen profitieren, die die Bedarfe haben, und sicherstellen, dass diese Stunden nicht mit der Gießkanne verteilt werden. (Tobias Eckert (SPD): Genau so!) Wenn wir Stunden verteilen, ist auch klar, dass wir pochen, dass diese Stunden gemäß unseren Kriterien den Schülerinnen und Schülern ankommen – deshalb Wechsel zu einem schulscharfen Sozialindex. unsere (Beifall SPD und vereinzelt CDU – Lachen Dr. SteGesell- fan Naas (Freie Demokraten)) Dafür nehmen wir die jeweiligen Situationen an den Der Schulen in den Blick und werden zwei Dinge verändern: nicht Wir werden erstens anhand von klaren Kriterien darauf schauen, welche Schulen Stunden aus dem Sozialindex erhalten. Hier wollen wir uns am Hamburger Modell orientieren. Der ehemalige Bildungssenator in Hamburg, Ties sein, Rabe, hat als Grundlage für den schulscharfen Sozialindex die Armutskriterien transparent angelegt. Schulen, an denen viele Schülerinnen und Schüler armutsgefährdet sind, brauchen viele Stunden aus dem Sozialindex. Es geht dabei maum die konkrete Situation der Schulen und nicht um die ihr Situation der Kommune oder noch größerer Einheiten. selbstbeunserer Zweitens werden wir darauf achten, dass die über den Sozialindex zugewiesenen Stunden tatsächlich zur individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler genutzt mehr werden, die dieser Förderung bedürfen. Auf diese Weise schaffen wir Transparenz und Vertrauen. (Beifall SPD und CDU – Widerspruch Sascha Meier (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) wir Die für die wichtige Aufgabe der Förderung benachteiligter Schülerinnen und Schüler zur Verfügung gestellten Ich Mittel kommen also sicher da an, wo sie hinmüssen, und gute dienen der Herstellung von Chancengleichheit. Herr Präsident, meine Damen und Herren, an dieser StelMay le möchte ich erwähnen, dass außerhalb des Bildungschancenpakets verabredet ist, dass die Stunden zur Förderung bei binnendifferenziertem Unterricht an den Gesamtinvestieschulen zurückkommen. werden (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Wir haben durch einen angepassten Sozialindex, die Unterstützung bei Binnendifferenzierung und die anderen im Maßnahmenpaket beschlossenen Aspekte eine bessere individuelle Förderung als vor den Anpassungen, die wir Stellen. vornehmen mussten. Das zeigt: Wir steuern an den richtigen Stellen nach und kommen Stück für Stück zu Verbesserungen. Nicht (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren, das Fach „Digitale Welt“ werden wir – ergänzt durch das schaffen zentrale Thema der künstlichen Intelligenz – verpflichtend für die Jahrgänge 5 und 6 einführen, in dieser Form als (BÜNDerstes Bundesland überhaupt. – (Beifall SPD und CDU) Rufen Ich möchte an der Stelle einige Anmerkungen zum Bereich digitale Welt und Social Media in Bezug auf Schule maverteilchen. Der Umgang mit dem Internet und sozialen Mediweren muss Querschnittsaufgabe in allen Fächern sein. Die Jahren Fragen, wie man sich im digitalen Raum bewegt, welche so Chancen es gibt, was mir wie helfen kann, aber auch, größten welche Gefahren der digitale Raum birgt, welche Risiken eben sich bei der Nutzung sozialer Medien ergeben, wie ich Fake News erkenne, sind ganz entscheidend dafür, dass junge Menschen ein Bewusstsein entwickeln, was ihnen persönlich und unserer Gesellschaft weiterhilft und was darauf ihnen persönlich und uns als Gemeinschaft schadet. bei der Unsere Demokratie steht unter massivem Druck von Populisten. In den Parlamenten gibt es einzelne Abgeordnete, die unsere Demokratie verächtlich machen. Wenn Bundestags- und Landtagsreden gehalten werden, um einen Schnipsel für TikTok zu kreieren, der durch intransparente Algorithmen Reichweite erfährt, birgt das für unsere Demokratie große Gefahr. Klar ist: Der Unterricht in unseren Schulen muss noch mehr den Schwerpunkt darauf legen, dass junge Menschen auch online zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern werden. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Digitale Bildung, KI und Demokratie – das sind zentrale Aspekte von politischer Bildung, meine Damen und Herren. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Jedem Kind ein iPad zu geben, macht niemanden medienkompetent. Manchmal ist sogar das Gegenteil der Fall. Schülerinnen und Schüler erhalten in dem neuen Fach „KI und Digitale Welt“ die Chance, angeleitet digitale Tools zu erlernen. Gerade das ist die Stärke des Fachs. Es muss darum gehen, dass Schülerinnen und Schüler KI nicht nur als ein technisches Gadget kennenlernen; es geht vielmehr darum, KI als Kulturtechnik zu begreifen, die Programmieren, Ethik, Demokratie und Bildung zusammenführt. KI muss angewendet und kritisch reflektiert werden. (Beifall SPD und CDU) „Digitale Welt“ ist für alle Schülerinnen und Schüler wichtig. Unverzichtbar ist es aber gerade für diejenigen, deren Eltern mit ihren Kindern nicht über Chancen und Risiken des Digitalen sprechen können. Unverzichtbar ist es für diejenigen, deren Eltern ihnen nicht den perfekten Prompt beibringen können. In diesem Sinn ist „Digitale Welt“ auch ein Weg zur Förderung für Schülerinnen und Schüler, die diese Förderung besonders nötig haben. Herr Präsident, meine Damen und Herren, ja, viele Untersuchungen haben gezeigt, viele Kinder und Jugendliche haben vermehrt Probleme damit, die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik zu erfüllen. Wir folgen als Koalition auch an diesem Punkt dem Hamburger Modell. Ties Rabe hat für Hamburg durchgesetzt, dass der besondere Schwerpunkt auf Deutsch und Mathe liegt. Diese Maßnahme hatte in Hamburg Erfolg, und wir werden damit auch in Hessen Erfolg haben. (Beifall SPD und CDU) Bereits jetzt haben wir in Hessen viele Maßnahmen ergriffen, die die Bildungssprache Deutsch in den Fokus des Unterrichts nehmen. Die zusätzliche Stunde Deutsch in der 1. Klasse bietet Lehrkräften an den Grundschulen die Möglichkeit, besser zu fördern. Dafür haben wir ab dem Schuljahr 2028/2029 100 zusätzliche Stellen vorgesehen. Diese Stunden werden direkt auf die Förderung der Grundkompetenzen wirksam sein. Auch die verpflichtende Lesezeit in der Grundschule halte ich als langjährige Grundschullehrerin persönlich für ganz wichtig. Alle Kinder profitieren davon, wenn gemeinsam gelesen wird. Ganz besonders profitieren werden die Schülerinnen und Schüler, deren Familien Büchern nicht so eine große Rolle zumessen. Diese Kinder an Texte heranzuführen, ist entscheidend für ihren Bildungserfolg. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Literarische Texte eröffnen Kindern Welten. Über Sachtexte können Kinder ihre Umgebung verstehen. Gut, dass wir in den Grundschulen einen größeren Schwerpunkt hierauf legen. Weitere 100 Stellen sehen wir für unser Maßnahmenpaket Mathematik vor. In den Jahrgangsstufen 1 und 2 werden wir zusätzliche Kurse für individuelle Förderungen anbieten. Ergänzend dazu wird es Förderungen auch in den Klassen 5 und 6 geben, zusätzlich noch das Förderangebot durch das Lernsystem „bettermarks“. Es sind gerade diese Basiskompetenzen, die darüber entscheiden, ob junge Menschen eine erfolgreiche Bildungsbiografie starten können oder nicht. Junge Menschen, die schlecht lesen können und Schwierigkeiten mit mathematischen Fragestellungen haben, haben keine Chance, einen guten Schulabschluss zu machen. Es fehlt ihnen die Möglichkeit, wie eingangs von mir beschrieben, an unserer Gesellschaft teilzuhaben. Die von uns in Bezug auf die Basiskompetenzen ergriffenen Maßnahmen helfen Kindern und Jugendlichen dabei, sprachliche und mathematische Kompetenzen zu erwerben und so gleichberechtigt an unserer Gesellschaft teilzuhaben. (Beifall SPD und CDU) Herr Präsident, meine Damen und Herren, der von mir jetzt mehrfach erwähnte ehemalige Hamburger Bildungssenator Ties Rabe hat kürzlich ein sehr lesenswertes Buch über Bildungspolitik veröffentlicht. Er gab diesem Buch den Titel „Endlich mal anfangen“. Als hessische SPD haben wir uns das zu Herzen genommen und auf unserem Parteitag in diesem Jahr einstimmig einen umfassenden Bildungsantrag beschlossen, in dem wir beschreiben, wie wir uns die Schule der Zukunft vorstellen. Wir stellen uns die Schule der Zukunft als Ort vor, an dem Kinder und Jugendliche verstanden, akzeptiert und individuell gefördert werden. Wir stellen uns die Schule der Zukunft als Ort vor, an dem Kinder und Jugendliche auf die großen Herausforderungen unserer Zeit vorbereitet werden. Wir stellen uns die Schule der Zukunft als einen Ort vor, der Kinder und Jugendliche mit ihren individuellen Voraussetzungen akzeptiert. Mit diesem Bildungspaket gehen wir einen wichtigen Schritt in diese Richtung. (Beifall SPD und CDU) Herr Präsident, meine Damen und Herren, auch die öffentlichen Reaktionen auf dieses Bildungschancenpaket zeigen es. „Ein Schritt in die richtige Richtung“, lobt der GEWVorsitzende Thilo Hartmann. „Es geht in die richtige Richtung“, kommentiert die „FAZ“. In der „hessenschau“ hieß es: „Der Fokus auf die Basiskompetenzen ist eine gute Sache“. Das zeigt deutlich, unser Bildungspaket verfolgt den richtigen Ansatz. (Beifall SPD und CDU) Herr Präsident, meine Damen und Herren, das Bildungspaket umfasst Initiativen, die eine Investition in die zentralen Chancen für Kinder und Jugendliche darstellen. Das Fundament unserer demokratischen Gesellschaft liegt in der bestmöglichen Bildung und Chancengleichheit. Das Ziel muss sein, dass alle Menschen an unserer Gesellschaft teilhaben. Mit dem neu aufgestellten Sozialindex, dem neuen Fach – vielleicht wird es „KiDi“ heißen – und der Konzentration auf Basiskompetenzen setzen wir gezielte Schwerpunkte. Wir fördern in der Breite: Alle Schülerinnen und Schüler werden von diesen Maßnahmen profitieren. Und wir fördern individuell: Die Schülerinnen und Schüler, Förderung besonders nötig haben, erhalten diese. Damit tragen wir zu unseren Zielen bestmögliche und Chancengleichheit bei. Volle Kraft für Hessen, Chancen für die Zukunft. – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall SPD und CDU)

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