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Tanja Hartdegen

SPD 11.06.2026 Sitzungen 21/72

Collien Fernandes ist nicht die erste Frau, die solche rungen schildert. Durch ihre Öffentlichkeit und durch Mut bekommt das Thema aber die Aufmerksamkeit, verdient. Meine Damen und Herren, das Internet ist ein der Kommunikation, der Teilhabe und der Selbstverwirklichung. Es ermöglicht Öffentlichkeit und Austausch. müssen aber genauso klar sagen, das Internet ist auch einem Raum geworden, in dem Frauenhass, Antifeminismus und sexualisierte Gewalt neue Formen angenommen haben. Wir erkennen das in Netzwerken, in denen Männer über frauenfeindliche Inhalte radikalisiert Wir erkennen das in Chat-Gruppen, in denen zu sierter Gewalt aufgerufen wird, entsprechendes geteilt wird oder Betroffene zusätzlich erniedrigt Wir erkennen das an der Entwicklung der Fallzahlen. enhass und digitale Gewalt haben in beunruhigendem maß zugenommen. Digitale Gewalt bleibt dabei nicht digital. Sie wirkt das Leben der Betroffenen hinein. Sie verunsichert, beschämt, sie isoliert. Zudem kann sie dazu führen, Frauen aus öffentlichen Räumen verdrängt werden, aus dem digitalen öffentlichen Raum. Besonders deutlich wird das bei sexualisierten Deepfakes. Wenn Bilder oder Videos mit technischen Mitteln oder verändert werden, um Frauen zu demütigen, zu hen oder unter Druck zu setzen, dann ist das keine nische Spielerei, sondern das ist eine Form von Darauf muss der Rechtsstaat reagieren können. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Mit unserem Antrag machen wir deutlich, dass diese Entwicklung ernst nimmt. Wir haben bereits ren, an die wir anknüpfen können: die Zentralstelle Bekämpfung der Internetkriminalität, Beratungsangebote gegen Hass und Hetze im Netz, das Netzwerk gegen walt und das Frauensicherheitspaket. Diese Strukturen wichtig, weil digitale Gewalt vielschichtig ist und weil troffene schnelle, kompetente und erreichbare Hilfe chen. Nun geht es darum, dies weiter auszubauen. Wir wollen Prävention, Beratung und Betroffenenschutz im Umgang mit digitaler Gewalt stärken. Dazu mehr Fachwissen bei Polizei und Justiz, bessere Möglichkeiten zur Erkennung und Einordnung von Deepfakes, zentrale Ansprechstruktur und ein landesweites zu sexualisierter digitaler Gewalt. Betroffene müssen sen, wohin sie sich wenden können. Sie müssen vertrauen können, dass ihre Erfahrungen ernst genommen werden. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Wichtig bleibt dabei auch die Prävention bei jungen schen. Digitale Räume sind keine rechtsfreien Räume. geht um Medienkompetenz, aber auch um Rollenbilder, Respekt, Grenzen und Selbstwert. Junge Menschen müssen lernen, frauenfeindliche Inhalte, gewaltverherrlichende UnruSprache und digitale Grenzüberschreitungen zu erkennen wird und vor allen Dingen ihnen auch zu widersprechen. jetzt Auch auf Bundesebene und auf europäischer Ebene bewegt sich in dieser Hinsicht etwas. Strafbarkeitslücken bei sexualisierten Deepfakes, bei Cyberstalking oder bei der missbräuchlichen Verbreitung intimer Inhalte werden geschlossen. Plattformen und Anbieter werden stärker in die Verantwortung genommen. Wenn KI-Anwendungen Erfahgezielt dazu genutzt werden, sexualisierte Deepfakes zu ihren erstellen, dann braucht es klare Grenzen. die es (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Raum Liebe Kolleginnen und Kollegen, das Netz muss ein Raum bleiben, in dem Frauen politisch, beruflich, privat und geWir sellschaftlich sichtbar sein können. Sie dürfen nicht durch zu Einschüchterungen, Bloßstellungen oder sexualisierte Gewalt aus diesem Raum gedrängt werden. junge werden.

Alle Reden von Tanja Hartdegen Protokoll ↗