Martina Feldmayer
Nächste Rednerin ist Frau Dr. Sommer von der SPD-Fraktion. Bitte schön. Dr. Daniela Sommer (Waldeck-Frankenberg) (SPD): Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und legen! Krebs gehört weiterhin zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit, und gleichzeitig leben wir eine Phase enormer wissenschaftlicher Dynamik. Wir haben es schon gehört, besonders die mRNA-gestützte Krebstherapie eröffnet Perspektiven, aber vor allen ganz viel Hoffnung für die Patientinnen und Patienten. Klinische Studien sind ein unverzichtbarer Baustein Krebsforschung. Sie ermöglichen, wissenschaftliche kenntnisse aus dem Labor sicher und wirksam in Versorgung der Patientinnen und Patienten zu übertragen. So entscheidet Forschung häufig unmittelbar über Heilungschancen, höhere Lebensqualität und auch Lebenszeit. Die mRNA-Technologie hat eindrucksvoll gezeigt, ches Potenzial in modernen biomedizinischen Verfahren steckt. Nun gilt es – das haben wir schon von den rednern gehört –, diese Chancen auch konsequent für Krebstherapie nutzbar zu machen, personalisierte und gerichtete Therapieformen, Tumorerkrankungen zu erkennen und zu behandeln, Therapien individuell stimmen. Das markiert einen tiefgreifenden Wandel in Krebsmedizin, meine Damen und Herren. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Damit dieser Fortschritt aber gelingt, braucht es Forschungsstandorte, exzellente Wissenschaft und die ge Zusammenarbeit zwischen universitärer Medizin, schungseinrichtungen, Unternehmen und Versorgungspartnern. Hessen verfügt hier über hervorragende Voraussetzungen. Aber Frau Anders hat natürlich recht, wir sen dafür auch die besten Rahmenbedingungen zur gung stellen. Insbesondere die Universitätsmedizinen Frankfurt und auch in Marburg-Gießen spielen dabei ne herausragende Rolle. Sie stehen seit Jahren, wir ben es schon gehört, für internationale Spitzenforschung, modernste Patientenversorgung und eine hohe Innovationskraft in der translationalen Medizin. Gerade im Bereich der Onkologie werden exzellente Grundlagenforschung mit patientennaher klinischer schung verbunden und wichtige Impulse für die Entwicklung neuer Therapieansätze gesetzt, von der molekularen Diagnostik bis hin zur klinischen Erprobung innovativer immun- und mRNA-basierter Therapien. Die enge menarbeit zwischen Wissenschaft und Versorgung licht es, neue Erkenntnisse schneller in klinische dungen zu überführen und innovative Therapien frühzeitig für Patientinnen und Patienten zugänglich zu machen. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) ich, Meine Damen und Herren, das ist eine besondere Stärke Hessens. Innovationen verbleiben nicht im Labor, sondern kommen tatsächlich bei den Menschen an. vereinDarüber hinaus verfügt Hessen über zahlreiche innovationstreibende Kräfte, die den Wissenschafts- und Gesundheitsstandort nachhaltig prägen: exzellente Forschungsinstitutionen, hoch innovative Biotechnologieunternehmen, starke Netzwerke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie eine dynamische Gesundheits- und auch Life-Sciences-Branche. Diese Innovationskraft macht Hessen zu einem bedeutenden Standort für die Entwicklung genau solcher Arzneimittel und neuer Therapieverfahren. Hier spielt auch die Vernetzung eine ganz wichtige Rolle. Kol- Wir brauchen den Austausch zwischen den Disziplinen und Institutionen; genauso brauchen wir aber die Fördeerrung von Spitzenmedizinclustern. Dort, wo medizinische Forschung, Digitalisierung, Biotechnologie und klinische Versorgung eng zusammenarbeiten, entsteht die Innovation Dingen von morgen, meine Damen und Herren. Das Land Hessen unterstützt diesen Weg aktiv. Wir brauder chen, wie gesagt, gute Rahmenbedingungen: eine UniverEr- sitätsmedizin, die wir stärken wollen; translationale Fordie schungsansätze, die wir ausweiten wollen, und klinische Studien, die wir gezielt fördern wollen. Unser Ziel ist klar: bessere Patientinnen und Patienten sollen möglichst früh Zugang mehr zu innovativen Therapien erhalten. Hessen will seine Rolle als führender Standort moderner Krebstherapien weiter ausbauen, meine Damen und Herren. welIch bin den demokratischen Fraktionen sehr dankbar dafür, Vor- dass sie alle diesen Weg mitgehen und mittragen. Herzlichen Dank, dass wir hier an einem Strang ziehen. die ziel- (Beifall SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) präziser abzu- Die Weiterentwicklung mRNA-gestützter Krebstherapien der ist weit mehr als ein wissenschaftliches Zukunftsprojekt; sie ist der Ausdruck eines medizinischen Fortschritts, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Jeder Fortschritt in der Krebsforschung bedeutet neue Hoffnung für die Patientinnen und Patienten, für ihre Familien. Deswegen vielen starke Dank an alle, die daran arbeiten. – Danke schön. enFor- (Beifall SPD, CDU und vereinzelt BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) müsVizepräsidentin Martina Feldmayer: Verfüin Für die Landesregierung meldet sich die Staatssekretärin eifür Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Frau haDr. Optendrenk, zu Wort. Bitte schön.
