Peter Franz
die Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Vielleicht ganz kurz, Herr May: Wir haben heute vereinVormittag über Energiepolitik, über Wirtschaftspolitik gesprochen. Das ist ein großer Zusammenhang. Man braucht Richtig eine gute Politik in dieser Richtung, dann kann ein Staat Wissen- auch ein paar Steuereinnahmen generieren, und dann kann im er auch Mittel in Dinge geben, die wir dringend brauchen. wir Das sind die Rahmenbedingungen. Das ist der erste Punkt. ange- Darüber haben Sie gar nicht gesprochen. Dass Sie sich ein wenn bisschen dem Niveau der AfD annähern und irgendwelche Dinge in den Raum stellen, die einfach nicht stimmen, finde ich nicht ganz angemessen. Darüber würde ich einmal Bereich nachdenken. muss den (Beifall CDU und SPD – Daniel May (BÜNDNIS ich es 90/DIE GRÜNEN): Dass Sie das mit der AfD gleichsetzen!) Zu Herrn Grobe kann man eigentlich gar nicht so viel sagen. Man kann nur einmal kurz sagen: Hoffentlich regieren gekürzt. Sie nie und in keinem Bundesland; denn dann fallen wir einen irgendwie ins Kaiserreich zurück. den (Dr. Frank Grobe (AfD): Da hatten wir Nobelpreisträger! – Robert Lambrou (AfD): Das entscheiden die aber die Wähler, Herr Kollege, und nicht Sie!) finanDas brauchen wir nun wirklich nicht und schon gar nicht in einer guten und modernen Hochschulpolitik. Vielen Dank, Euro. Herr Minister, dass Sie die kluge Politik der LandesregieWeitem rung da weiterführen. der Zehn Jahre eigenständiges Promotionsrecht für forschungsstarke Fachrichtungen an unseren Hochschulen für angewandte Wissenschaften: Wir können feststellen, dass diese Entscheidung vor zehn Jahren mutig und klug war. Sie war ihrer Zeit voraus, und sie erweist sich als Erfolgsgeschichauch te. Kollege Kaffenberger hat auch den Ministerpräsidenten erwähnt, der daran einen maßgeblichen Anteil hatte. Lucas Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften verbinBleiben den wissenschaftliche Exzellenz mit Praxisnähe. Sie forschen in der Industrie, im Gesundheitswesen, in der digitalen Transformation oder auch in der Sozialen Arbeit an konkreten Herausforderungen unserer Zeit. Gerade darin wenn liegt ihre besondere Stärke. Forschungsergebnisse werden daraus schneller in die Praxis übertragen und kommen unmittelbar die Unternehmen, sozialen Einrichtungen und unserer Gesellkann. schaft zugute. Herr May, Sie haben es auch erwähnt: Das stärkt die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit in Hessen. Das Promotionsrecht hat diese Entwicklung deutlich vorangebracht. Die Hochschulen haben an Sichtbarkeit und Attraktivität gewonnen. Forschungsprofile wurden geschärft, und mehr junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entscheiden sich bewusst für eine akademische Laufbahn an einer HAW. Besonders wichtig ist dabei auch der Aspekt der Chancengerechtigkeit. Das Promotionsrecht eröffnet Menschen mit unterschiedlichen Bildungsbiografien neue Wege in die Wissenschaft. Zugleich stärkt es Fachrichtungen, die an klassischen Universitäten oft weniger im Fokus stehen, wie etwa die Soziale Arbeit oder die Gesundheitswissenschaften. Gerade diese Bereiche sind für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes von großer Bedeutung. Das Promotionsrecht leistet einen wichtigen Beitrag zur Innovation, Fachkräftesicherung und zum technologischen Fortschritt in Hessen. Es hat zudem neue attraktive Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs eröffnet. Kollege Kaffenberger hat es erwähnt: Auch auf Bundesebene brauchen wir bessere Rahmenbedingungen für eine anwendungsorientierte Forschung. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich die rasche Etablierung der Deutschen Anwendungsforschungsgemeinschaft, der DAFG. Sie bietet die Chance, erfolgreiche Förderprogramme dauerhaft zu bündeln und Forschung sowie Wissenschaftstransfer an Hochschulen für angewandte Wissenschaften nachhaltig zu stärken. Wichtig ist dabei: Die HAWen müssen auch künftig klar im Mittelpunkt dieser Förderung stehen. Die vergangenen zehn Jahre zeigen deutlich, dass das Promotionsrecht an HAWen ein Erfolgsmodell ist mit Strahlkraft weit über Hessen hinaus. Acht Promotionszentren, zahlreiche erfolgreich abgeschlossene Promotionen und eine stetig wachsende Zahl an Promovierenden sprechen eine deutliche Sprache. Das Promotionsrecht stärkt Innovation, fördert wissenschaftlichen Nachwuchs und schafft neue Aufstiegschancen. Hessen hat hier früh Verantwortung übernommen. Darauf können wir zu Recht stolz sein. Abschließend möchte ich die Chance nutzen und der neu gewählten Präsidentin der Hochschule RheinMain, Frau Prof. Dr. Rägle, zur Wahl gratulieren. Sie tritt nächstes Jahr ihr Amt an. Ich wünsche ihr gutes Gelingen. – Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall CDU und SPD)
