Martina Feldmayer
Für die Landesregierung hat sich der zuständige für Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat zu gemeldet. Herr Staatsminister Jung, bitte schön. Ingmar Jung, Minister für Landwirtschaft und welt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat: Die Landwirtschaft steht gleich an erster Stelle. – Frau sidentin, meine Damen und Herren! Auch ich will noch paar Worte in der Debatte sagen. Wir haben quasi alles gehört. Aber ich muss, nachdem ich gerade habe, es geht um das Töten von Tieren, eines festhalten: Die Jägerschaft in Hessen handelt in hoher Verantwortung. Wenn man sich mit ihnen unterhält, mit wem auch aus der Jägerschaft, spürt man, dass das in der überwiegenden Zahl der Fälle Menschen sind, die in großer Verantwortung handeln und sich um die Hege von Tieren, um die sogeHege der Wildbestände, um den Erhalt der Wildbestände ökolound damit um Umwelt-, Natur- und Artenschutz kümmern. Eine Das sollten wir hier einmal gemeinsam feststellen. und (Beifall CDU und SPD) schüIch bin den Koalitionsfraktionen sehr dankbar, dass sie denkt, diesen Antrag gestellt haben und wir heute darüber reden zeigen, können; denn das gibt uns die Gelegenheit, auf das zurückFeldhase zuschauen, was wir in den letzten zwei Jahren in der Tat der alles bewegt haben. Ob wir jetzt über Jagdverordnung, Jagdabgabe, ASP oder Wolfsmanagement sprechen, was Ausweiauch immer: Alle diese Punkte lassen sich unter einem Schlagwort zusammenfassen, und das ist die Politik dieser Bei- Koalition: Wir setzen sowohl in der Forst- als auch in der Landwirtschaft, ganz besonders aber bei der Jagd auf PartVernerschaft und Vertrauen statt auf Bevormundung durch die wer- Politik, und das zeitigt bisher große Erfolge, meine Damen und Herren. (Beifall CDU und SPD) Ich habe mich während der Rede gerade an den letzten Landesjägertag erinnert, als quasi die gesamte Jägerschaft Hessens zusammengekommen ist. Das ist wirklich keine Klientel, die der Politik von Haus aus sofort applaudiert. Die haben auf ihrer Tagesordnung immer einen Punkt mit der Überschrift „Replik des Präsidenten auf die Hauptrede“. die Die Hauptrede in diesem Jahr hat der Ministerpräsident gehalten. Der Ministerpräsident hat die Politik dieser Koalition dargestellt, und unter dem Punkt „Replik“ hat der des Präsident des Landesjagdverbandes nur gesagt: „Nach der Rede des Ministerpräsidenten brauche ich heute gar nichts Novelmehr zu sagen, weil alles zutreffend war.“ Meine Damen ab- und Herren, das ist ein Beispiel dafür, wie viel Vertrauen wir mit unserer Politik auch bei der Jägerschaft wieder Mögzurückgewonnen haben. Das allein ist schon ein großer Erfolg. Natur- (Beifall CDU und SPD) Sie Herr Schleich, dass es der AfD nicht passt, dass eine wichtige gesellschaftliche Gruppe Vertrauen in die Politik der hat, das kann ich ja gut nachvollziehen. Aber wenn Sie, fürs wie Sie es gerade erklärt haben, zwingend einen Antrag stellen mussten, den es dringend gebraucht hat, um etwas zu verändern, dann aber nicht mit einem Wort begründen, was aus diesem Antrag eigentlich umgesetzt werden müsste, was nicht ohnehin umgesetzt werden wird oder schon umgesetzt ist, dann weiß ich auch nicht, was wir daraus schließen sollen. Minister Wort Jetzt greifen Sie sich als Beispiel die Kadaversuchteams heraus. Das ist wirklich bemerkenswert, und ich verstehe nicht, warum Sie das tun. Ich glaube, wenn einer für Regionalität und regionale Auftragsvergabe steht, dann bin Umich es. Darüber habe ich hier schon so oft gesprochen. (Beifall CDU) Präein Wir haben in einer Phase einer großen Krise, in der vieschon le gesagt haben: „Macht erst einmal langsam, macht erst gehört einmal vorsichtig“, die genommen, die wir zur Verfügung hatten – da waren übrigens auch Helfer aus Hessen dabei, aber natürlich auch welche, die in Baden-Württemberg immer ausgebildet wurden und die hierherkamen, um uns zu helfen –, die in engster Abstimmung mit der Jägerschaft geholfen haben, die Nordausbreitung zu stoppen. Die haben uns auch geholfen, dass wir es jetzt hinbekommen, die ASP so einzudämmen. Wie uns das gelungen ist, dafür bewundern uns alle. Aber dass Sie uns das jetzt hier vorwerfen, ist wirklich bemerkenswert und zeigt, dass Sie wirklich nicht verstanden haben, was da in den vergangenen eineinhalb Jahren passiert ist. (Beifall CDU und SPD – Lachen Johannes Marxen (AfD)) – Besonders bemerkenswert ist, dass Herr Marxen jetzt lacht. Herr Scheich, ich verstehe, dass Sie das alles nicht wissen. (Pascal Schleich (AfD): Schleich, mit l!) – Ich habe doch „Schleich“ gesagt. Ja, ich nuschele manchmal ein bisschen. (Vereinzelte Heiterkeit) Nein, ich verstehe, dass Sie das alles nicht wissen. Wissen Sie, wir haben alle diese Punkte – – Übrigens steht in dem Antrag auch, dass Sie gegen den Zaunbau sind. – Ja, da können Sie nicken. – Wenn wir keine Zäune gebaut hätten, dann hätte sich die Schweinepest von Hessen aus nach Baden-Württemberg, nach Bayern und wahrscheinlich noch nach Nordrhein-Westfalen ausgebreitet. Das war eine richtige Entscheidung von uns, das zu machen. (Beifall CDU und SPD) Warum Sie das jetzt schreiben? Wahrscheinlich, weil Sie grundsätzlich irgendwas mit Zäunen schreiben wollten. Aber eine Sache muss ich an der Stelle dann schon einmal sagen. Wissen Sie, wir haben das nicht nur eng abgestimmt mit der Jägerschaft, wir haben das nicht nur eng abgestimmt mit Hessen-Forst, sondern wir haben das auch eng abgestimmt mit dem Hessischen Landtag, und zwar zu jeder Maßnahme. (Abgeordnete der CDU und der Freien Demokraten nicken.) Wir haben viele Besprechungen mit allen Obleuten gemacht. Wir haben die Obleute aller Fraktionen zu Gesprächen eingeladen. Ich weiß gar nicht, wie oft. Ich glaube, 15-mal. (Lena Arnoldt (CDU), an die AfD gewandt: Ihr wart nicht da!) Wissen Sie, welche Fraktion kein einziges Mal erschienen ist? Das war die AfD. Weil Sie gar kein Interesse an der Information hatten, weil es Ihnen doch nur darum geht, hier billige Punkte zu machen. Und das müssen Sie sich heute schon vorhalten lassen. (Anhaltender Beifall CDU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Freie Demokraten – Zurufe AfD – Gegenrufe CDU) Ich weiß, dass wir uns hier alle getroffen haben.
