hessischer-landtag.de ↗

Stephan Grüger

SPD 30.04.2026 Sitzungen 21/66

Frau Präsidentin, meine sehr verehrten Damen und Herren! Das ist eine interessante Debatte, die wir gerade miterleben. Zunächst einmal die Märchenstunde von rechts außen; da muss man vielleicht noch ein paar Sachen klarstellen, damit sie hier nicht falsch stehen bleiben. Zunächst einmal gibt es keinen Zwangseinbau von pumpen. Wer sich freiwillig dafür entscheidet, eine kluge Technologie in Zukunft zu benutzen, der muss 100.000 Euro dafür bezahlen; es sei denn, er will mit Wärmepumpe ein Schloss beheizen. Ansonsten liegt im Bereich von 20.000 Euro. Wenn man ein einkommensschwacher Haushalt ist, man dann noch die Kosten entsprechend senken. Ich gerade nachgeschaut, Enpal wirbt – – Oh Gott, jetzt ich Werbung gemacht. Also, eine Firma wirbt damit, eine Wärmepumpe von Bosch im Einbau etwa 7.800 kostet. Das ist doch weit entfernt von den Zahlen, die gerade von rechts außen erzählt wurden. Dankenswerterweise hat der Kollege Müller schon hingewiesen, in Polen wird im Augenblick kein AKW baut, sondern nur eines geplant. Mal schauen, ob es auch irgendwann gebaut wird. Ich kann jetzt schon dass die 44 Milliarden Euro wahrscheinlich etwas gegriffene Kosten sind. Das wird explodieren, wie es in den anderen Fällen explodiert ist. Aber vorsorglich hat sich die polnische Regierung von EU gerade schon einmal die Genehmigung erteilen mindestens ein Drittel der Kosten, die auflaufen, als ventionen aus dem Staatshaushalt zuzuschießen. So übrigens zum Thema billige Atomkraft – wenn der das dann mit einer entsprechenden Subvention unterlegen muss, damit überhaupt ein Atomkraftwerk gebaut kann. Die Polen, die polnischen Regierungspolitikerinnen Regierungspolitiker geben zu – zumindest, wenn man ihnen unter vier Augen redet –: Das Problem mit Atomkraftwerk liegt vor allen Dingen darin, dass sie Einstieg in die erneuerbaren Energien verschlafen und geglaubt haben, sie könnten ihre Kohlekraftwerke mer weiterlaufen lassen. Jetzt erkennen sie, dass das richtig gute Idee war.

Alle Reden von Stephan Grüger Protokoll ↗