Martina Feldmayer
Nächster Redner ist der Abgeordnete Pürsün, FDP-Frakti– on. geprägt. Yanki Pürsün (Freie Demokraten): – Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Frühkindliche Bildung ist kein Randthema. Sie entscheidet darüber, ob Kinder faire Chancen bekommen – ganz unabhängesetzt: gig davon, wo sie aufwachsen oder welche Sprache zu StanHause gesprochen wird. Sie entscheidet darüber, ob sich Familien in Hessen darauf verlassen können, dass Betreuung nicht nur irgendwie stattfindet, sondern gut gelingt. Deshalb tragen wir hier eine besondere Verantwortung. deutSchäder (Beifall Freie Demokraten) aktuell, starten Wir haben intensiv beraten, mit Fachleuten gesprochen und viele Rückmeldungen aus den Kitas selbst gehört. Eines ist Daraus dabei sehr deutlich geworden. Die Einrichtungen brauchen zulasten vor allem eines: Entlastung, Vertrauen und verlässliche Rahmenbedingungen. Der Gesetzentwurf der GRÜNEN wird diesem Anspruch aus unserer Sicht nicht gerecht; denn statt echter Unterstützung schafft er vor allem neue bürokratische Anforderungen – noch mehr Dokumentation, noch mehr formelle Vorgaben. Das bedeutet am Ende weniger Zeit für die Kinder. (Felix Martin (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Was für eine Dokumentation?) In einer Situation, in der Fachkräfte ohnehin am Limit arbeiten, ist das schlicht der falsche Weg. Der Fachkräftemangel wird nicht gelöst, sondern durch zusätzliche Regulierung eher verschärft. Hinzu kommt, dass eine klare und langfristige Finanzierung fehlt. Aber Qualität in der frühkindlichen Bildung entsteht nicht durch Überschriften oder Absichtserklärungen, sie entsteht nur durch nachhaltige Investitionen in Menschen, in Ausbildung und in gute Arbeitsbedingungen. (Beifall Freie Demokraten) Auch der Gesetzentwurf der AfD überzeugt nicht. Verpflichtende Tests und frühe Kategorisierung sind kein Beitrag zu besserer Bildung, sondern eine Belastung für Kinder und Fachkräfte. Frühkindliche Bildung darf nicht auf Prüfmechanismen reduziert werden. Sie muss Kinder stärken, fördern und begleiten, nicht stigmatisieren. Auch der Gesetzentwurf der Landesregierung bleibt hinter dem zurück, was Hessen wirklich bräuchte. Wir erleben punktuelle Änderungen ohne ein überzeugendes Gesamtkonzept. (Beifall Freie Demokraten) Gleichzeitig werden neue Pflichten für Träger eingeführt, ohne die Folgen in der Praxis ausreichend zu berücksichtigen. Was es braucht, sind echte Reformen, und die hätte es nur mit dem Gesetzentwurf der Freien Demokraten gegeben. Unser Ansatz stellt die pädagogische Qualität in den Mittelpunkt: alltagsintegrierte Sprachförderung, stärkere Elternarbeit und eine systematische Evaluation, damit Maßnahmen auch wirklich wirken. Wir wollen weniger Überregulierung und mehr Handlungsspielraum für die Menschen, die jeden Tag Verantwortung übernehmen. Kinder brauchen Förderung statt Symbolpolitik. Kitas brauchen Fachkräfte, Entlastung und Planungssicherheit. (Beifall Freie Demokraten) Hessen braucht eine echte Reform der frühkindlichen Bildung. Deshalb lehnen wir die Gesetzentwürfe von GRÜNEN und AfD ab. (Beifall Freie Demokraten)
