Martina Feldmayer
Für die Landesregierung spricht Staatsminister Schwarz. Bitte schön. Armin Schwarz, Minister für Kultus, Bildung und Chancen: Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine Damen und Herren Abgeordnete! Ich bin den Abgeordneten Thomas Hering und Sebastian Sack zu fortgeschrittener Uhrzeit sehr dankbar, dass sie die Thematik richtig eingeordnet haben: Freude am Sport, Freude an Leistung und Freude daran, sich zu steigern. Genau darum geht es bei den Bundesjugendspielen und ganz besonders bei den hessischen Jugendspielen. Dieses Thema muss man, glaube ich, in den Vordergrund stellen. – Das ist die erste Bemerkung. Zweite Bemerkung. Weder der Abgeordnete May noch der Abgeordnete Promny hat nur ein einziges Mal darüber gesprochen, worum es eigentlich geht. Sie stehen offensichtlich wirklich nicht im Thema. Was haben wir gemacht? Entgegen der Ausschreibung zu den Bundesjugendspielen haben wir den Grundschulen die Möglichkeit gegeben, auch das Wettkampfformat in der Klasse 3 und in der Klasse 4 vorzunehmen. Das war das, was vor fünf Jahren entsprechend umgestellt wurde. (Zuruf Moritz Promny (Freie Demokraten)) Ich habe von vorneherein, zu Beginn meiner Amtszeit gesagt, dass ich da drangehe, und genau das tue ich: ehrlich, konsequent, einfach einmal das umsetzen, was man ankündigt. Herr Kollege Promny, Sie haben offensichtlich nicht begriffen, worum es an dieser Stelle geht. Wettkampf ist etwas Positives. Die Schulen dürfen aus drei Formaten wählen: Wettkampf, Wettbewerb, oder sie können einen Mehrkampf machen. Das wird sehr gerne angenommen. Ich sage Ihnen auch, worum es an dieser Stelle geht. Herr Abgeordneter Wagner, Sie schauen skeptisch. (Vereinzelte Heiterkeit) Ich kann Ihnen sagen: Ich finde, es ist schon wichtig, dass sich Leistung lohnt, dass Kinder einen positiven Leistungsbezug haben. (Beifall CDU und SPD) Sport trägt maßgeblich dazu bei. Wer selbst Kinder hat oder selbst gerne Sport gemacht hat, weiß es: Man möchte auch gerne gewinnen, man möchte sich gerne messen. Der Unterschied zwischen dem Wettbewerb und dem Wettkampf ist ganz einfach beschrieben: 3. Klasse. Ob ein Kind beispielsweise 10,1 Meter oder 12 Meter wirft – also in eine Zone von 2 Metern –, macht keinerlei Unterschied, die Zentimeter spielen keinerlei Rolle. – Sie schütteln den Kopf. Zwei Meter sind einiges im Vergleich zu dem, worum es geht. (Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Ich bin erstaunt, womit Sie sich beschäftigen!) Das Entscheidende ist, Herr Abgeordneter Wagner: Dass die Zentimeter eine Rolle spielen, das findet beispielsweise im Wettkampf statt. Aber dort, wo ein Wettbewerb durchgeführt wird – diese Möglichkeit besteht nach wie vor –, müssen Platzierungen gegeben werden, sodass dann klar ist, ich bin in meiner Kategorie Erster, Zweiter oder Dritter. Das ist genau das, was die Kinder wollen: Platzierungen. Das ermöglichen wir ebenfalls, und das ist eine Pflicht im Wettbewerb. (Beifall CDU und SPD – Zuruf Wiebke Knell (Freie Demokraten))
