Martina Feldmayer
Als Nächster hat sich der Abgeordnete Promny von der großer des FDP-Fraktion zu Wort gemeldet. Bitte schön. ist für Moritz Promny (Freie Demokraten): Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herwollen ren! Wettbewerb gehört genauso wie Kooperation zu den Grundpfeilern unserer Gesellschaft. Kinder sollen beides man lernen, auf der einen Seite sich zu behaupten und auf der Wettbeanderen Seite sich zu verbinden. Darum ist es gut, wenn Wettsie durch den Sport den Wettstreit erleben. – Freude Die entscheidende Frage lautet – die ist heute von keiner darüber Fraktion adressiert worden –: Muss dieser Wettbewerb der verpflichtend sein? Denn es ist eine wissenschaftliche ErEinkenntnis, dass Freude am Sport durch intrinsische Motivadas tion entsteht, nicht durch Zwang. Antrag (Beifall Freie Demokraten) Herr Kollege Hering, wer rennen will, der soll rennen. Wer springen will, der soll springen, und wer werfen will, der wählen an soll werfen. Aber wer trotz Angst oder Unsicherheit gezwungen wird, der erlebt nicht Stolz, sondern Demütigung. Meine Damen und Herren, wir brauchen weder die reaktionären Reflexe jener Geisteshaltung, die im Gleichschritt tut unsere Kinder im Sport drillen will, noch die überfürsorgfest: liche linke Politik, die vor lauter Angst vor Niederlagen jegleich den gesamten Wettbewerb abschaffen will. Was wir Sportbrauchen, ist, dass wir Vertrauen in unsere Kinder haben und sie in den Mittelpunkt stellen. 90/DIE (Beifall Freie Demokraten) Deswegen sagen wir Freie Demokraten Ja zum Wettbeeine werb, Nein zum Zwang. Meine Damen und Herren, es ist schon entlarvend, dass sindie Landesregierung den Kulturkampf stets neu befeuert. Wie hat es Herr Michael Wittershagen in der „FAZ“ mit der Überschrift: „Höher, schneller, populistischer“ jüngst der geschrieben? Die CDU hat der Reform der BundesjugendWir spiele in der Kultusministerkonferenz selbst zugestimmt. Heute aber stilisiert sie diese Reform als Untergang des Leistungsprinzips. Das ist kein verantwortungsvolles ReWovor gieren, das ist Nebelkerzenpolitik. gerettet durch (Lebhafter Beifall Freie Demokraten und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Meine Damen und Herren, bevor man große Sprüche über jede Sekunde und jeden Zentimeter klopft, sollte man lieber einmal dafür sorgen, dass der Sportunterricht überhaupt kümstattfindet: Wir und (Beifall Freie Demokraten und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) den in den Turnhallen, die nicht gesperrt sind, und mit Lehrkräften, die nicht fehlen. Denn Leistung entsteht nicht und durch Sonntagsreden, Leistung entsteht nur dort, wo auch die Voraussetzungen dafür stimmen. Die AfD setzt immer noch einen obendrauf. Sie fordert das jetzt eine „bewegungsorientierte Schulsportwoche“. Ist das überhaupt mit den Lehrkräften vor Ort abgesprochen? Wie sieht es aus mit den Deputatstunden? Das ist unklar. Wer soll das Ganze bezahlen? Das ist auch unklar. Da kann man nur sagen: Das ist kein Spitzensport, was Sie hier machen; das ist reine Selbstvermarktung. Deswegen sagen wir als Freie Demokraten ganz klar: Wir lehnen Ihren Antrag ab. – Vielen Dank. (Beifall Freie Demokraten)
