Vanessa Gronemann
Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und liebe Kolleginnen und Kollegen! Wie die Kollegin Knell eben gesagt hat: Jeder, der einmal einen Biberdamm einen durch den Biber geschaffenen Feuchtlebensraum sucht hat, weiß, dass die Biber wahre Ökosystemingenieure sind. Mit ihren Dämmen schaffen sie Lebensräume unzählige Arten, halten Wasser in der Landschaft und fen uns so beim Hochwasserschutz und auch bei der passung an den Klimawandel. Die Rückkehr des Bibers ist eine Erfolgsgeschichte Naturschutzes, auf die wir stolz sein können. Doch bei vielen Erfolgsgeschichten stehen wir auch hier vor en Herausforderungen. Der Biber gestaltet Landschaften – manchmal auch im Konflikt mit unseren eigenen zungsinteressen. Unbestritten ist, dass wir hier praktikable Lösungen brauchen. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und zelt Freie Demokraten) Die FDP hat einen Antrag eingebracht. Ich nehme war vielleicht auch ein bisschen vom Bauernverband riert, was ja vollkommen in Ordnung ist. (Dr. Stefan Naas (Freie Demokraten): Nein! nicht aus dem Koalitionsvertrag abgeschrieben, es gleich vorwegzunehmen! – Glockenzeichen) – Auch schön. – Das Bibermanagement soll aktualisiert werden. Da gibt es Punkte, die wir teilen, und es Punkte, an denen wir etwas zurückhaltender sind. Dass Frage nach der Entschädigungsregelung bei Schäden Prävention angegangen werden soll, halten wir ebenfalls für richtig. Hier hat aber, wenn ich das richtig verstanden habe, die Landesregierung bereits vor, eine Biber-Billigkeitsrichtlinie auf den Weg zu bringen. Ich glaube, es auch schon erste Schulungen dazu. Ich bin gespannt, sie öffentlich wird. Vielleicht können Sie dazu noch sagen. Sie fordern in Ihrem Antrag auch, dass überprüft ob der günstige Erhaltungszustand erreicht sei. Es ist kommen okay, das zu fordern. Aber die FFH-Richtlinie sieht das bereits vor. Es gibt sogar den konkreten Maßnahmen zu ergreifen, um die entsprechenden zu schützen, ihr Vorkommen und die Entwicklung der hangarten zu beobachten und zu dokumentieren. Alle sechs Jahre wird anhand dieser gemeldeten diese Entwicklung bewertet und geschaut, ob dann günstige Erhaltungszustand erreicht ist oder nicht. Das siert also schon. Die Prognosen sind derzeit wohl was erst einmal ein guter Grund zur Freude ist. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Das Monitoring, wie ich eben gesagt habe, gibt es – in Form eines Biberportals. Die Zahlen regelmäßig veröffentlichen und dann auch durch die Schäden zu zen, das kann man gerne tun. Das finde ich durchaus Gegen mehr Personal bei Hessen-Forst und den unteren Naturschutzbehörden haben wir selbstverständlich auch Frau nichts. Wir brauchen ein differenziertes Bibermanagement, GRÜdas sowohl dem Artenschutz als auch den berechtigten Interessen der Landnutzenden gerecht wird. Wir dürfen nicht vergessen, dass der Biber nicht nur rechtlich geschützt ist, er ist auch ein Verbündeter im Kampf gegen das Artensterben und die Folgen des Klimawandels. Herren, (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) es Was wir nicht brauchen, ist ein vorschnelles Eingreifen in oder be- Biberbestände, die sich gerade erst erholen. Sie spielen in Ihrem Antrag auf Bayern an. Die 2.000 Biber in Hessen stehen in keinem Verhältnis zu den über 22.000 Bibern in für hel- Bayern. Was dort an Management sinnvoll sein kann, mag An- hier vielleicht überzogen sein. Deshalb muss man da wirklich konkret schauen, wie man das macht. Auch hier plant die Landesregierung eine Ausnahmeverordnung, wenn ich des das richtig verstanden habe. Da würde mich natürlich auch wie interessieren, wann das kommen soll und vor allem was da neudrinsteht. Das schauen wir uns gerne an. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) NutLassen Sie mich vielleicht noch einen wichtigen Punkt ansprechen. Ich würde mich wirklich freuen, wenn wir es beim Biber schaffen, dass es nicht zu so einer starken Polavereinrisierung oder Frontenverhärtung wie beim Wolf kommt. Deshalb halte ich es auch für sinnvoll, dass wir schauen, dass wir alle Beteiligten – die Naturschützer, die Landwiran, er tinnen und Landwirte, Forst, Jagd und die Behörden und inspidie Kommunen – an einen Tisch bringen, damit wir Lösungen finden, die praktikabel sind und dem Artenschutz auch Auch gerecht werden können. – Vielen Dank. um (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
