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Andreas Lichert

AfD 26.06.2025 Sitzungen 21/44

Es ist wie immer: Energiepolitische Debatten hier sind Festivals des Kontrafaktischen. Jetzt wollen wir einmal ein bisschen mit Zahlen jonglieren. Ein norwegischer Wissenschaftler hat ausgerechnet, Deutschland hätte bei einem Weiterbetrieb der Kernkraftwerke nach Fukushima genauso viel CO -freien Strom erzeugen können wie im Rahmen der Energiewende. Der Unterschied sind 600 Milliarden Euro, die wir heute noch hätten für die dringend notwendigen Investitionen in unserem Land. (Beifall AfD) Das ist mehr als ein Bundeshaushalt. Sie klopfen sich die Schultern wund, weil wir einen immer höheren Anteil von durch erneuerbare Energien erzeugtem Strom im Stromnetz haben. Und was bringt das? Einen zehnmal so hohen CO -Fußabdruck pro Kilowattstunde Strom wie in Frankreich. Das heißt, Sie versagen auf Ihrer eigenen Skala der CO -Vermeidung um jeden Preis. Jetzt zum Strompreis. Herr Rock hat auf die Haushaltsstrompreise referenziert. Da sind wir jetzt vielleicht nicht mehr spitze, aber bei den Gewerbestrompreisen, also bei den nicht privilegierten Gewerbekunden, sind wir Weltspitze. Da bringt es mir auch nichts, wenn Sie jetzt irgendeine Statistik aus der Schublade ziehen, wonach wir, kaufkraftbereinigt, gerade einmal mit Burkina Faso oder so gleichziehen. (Heiterkeit AfD) Das bringt unserer Industrie nichts. Warum diskutieren wir denn über den Industriestrompreis? Weil die Unternehmen alle so glücklich sind? Weil es um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie so gut bestellt ist? Warum haben wir denn drei Jahre Rezession in Folge? (Beifall AfD) Das müssen Sie erklären, und Sie können es nicht erklären. Das ist die Realität der deutschen energiepolitischen Debatte. (Beifall AfD)

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