Andreas Lichert
Ja, danke sehr, Herr Präsident! – DIE FAMILIENUNTERNEHMER. „Mittendrin in der Deindustrialisierung“, so die Vorsitzende des Verbandes. Gesamtmetall-Boss Stefan Wolf: „‚In der Politik ist längst nicht bei jedem angekommen, wie dramatisch die Lage ist.‘ Die Industrie werde von ‚falschen Rahmenbedingungen in die Knie gezwungen‘.“ Daran ist wohl kaum die AfD schuld, oder? (Beifall AfD) Außenhandelspräsident Dirk Jandura: „Wir stecken mitten im dritten Jahr der Krise, ohne Aussicht auf Besserung. Die Überregulierung geht ungebremst weiter. Wenn wir nach all den politischen Fehlentscheidungen jetzt nicht für einen echten Politikwechsel kämpfen, wann dann?“ Meine Damen und Herren, es ist leidlich zitiert worden, wie sich die Verbände und einzelne Unternehmensführer an der AfD abarbeiten. Ja, kann man machen. Das Problem ist nur, dass damit kein einziges der Probleme gelöst wird. Das ist reines Schattenboxen, das ist Gratismut, sich an der AfD abzuarbeiten. Leute, das ist billig. Es löst keines der Probleme. Deswegen muss das enden. (Beifall AfD) Ich freue mich, dass Herr Kollege Müller so großes Interesse an unserem Bundestagswahlprogramm hat. Wenn man die Taktik der CDU in den letzten Jahren nachverfolgt hat, dann weiß man, es läuft darauf hinaus, dass in wenigen Monaten unsere Forderungen auf CDU-Briefpapier wiederkommen werden. Ich freue mich darauf, sehr schön. Meine Damen und Herren, es sind verschiedene Schlaglichter hier genannt worden. Fachkräfte. Sie wollen von uns jetzt die Antwort zum Thema Fachkräfte. Dann bedeutet das vor allen Dingen, Sie wollen auch die Antwort auf die demografische Katastrophe, die Sie, die Altparteien, zu verantworten haben. Eine Antwort ist noch gar nicht erbracht worden. Das hat natürlich einen Grund. Das Arbeitsvolumen pro Kopf in Deutschland ist das niedrigste unter allen Industrienationen. Das gehört auch zur Wahrheit, dass man den Bürgern sagen muss, dass die Antwort auf so eine tiefgreifende Krise nicht noch weniger Arbeit sein kann. (Beifall AfD) Die Leute müssen wieder mehr arbeiten. Wir müssen Leistungsanreize setzen. Das ist unsere politische Verantwortung. Da müssen wir hinkommen. Zum Thema Energie, tut mir leid, dazu sage ich gar nichts mehr. (Kaya Kinkel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Besser so, besser so!) Das ist so eindeutig, dass Ihre Politik in die Sackgasse führt. Haken dran. Bürokratie. Die Unternehmen, die großen Spaß an solchen Bürokratiemonstern wie dem Lieferkettengesetz haben, sind natürlich die, die sich da schon angeschmiegt haben. Dieser ganze bürokratische Wahnsinn ist vor allen Dingen ein Programm, die Großunternehmen zulasten der kleinen und mittleren Unternehmen zu stärken. Das machen wir nicht mit. (Beifall AfD) Ich erkläre unsere Haltung zur EU gerne noch einmal. Es ist nicht unser Ziel, aus der EU auszutreten, aber (Zurufe: Aber!) wenn wir nicht wenigstens diese Drohung mit nach Brüssel nehmen und sagen: (J. Michael Müller (Lahn-Dill) (CDU): Oh Gott! Oh Gott!) „So geht es nicht mehr weiter“, dann ist das genauso, als würde ich mit einem Messer zu einer Schießerei gehen. Diesen politischen Wahnsinn machen wir nicht mit. (Beifall AfD) Zur Remigration. So schlimm und böse kann das, wir wirklich sagen, gar nicht sein, sonst müssten Sie nicht ständig solche Dinge in den Mund legen. Remigration heißt, diejenigen, die sowieso gehen müssen – was Ampel jetzt auch umsetzt –, die müssen auch tatsächlich gehen. Alles andere ist im Prinzip Hass und Hetze Ihnen gegen die AfD. Das tragen wir nicht mit. (Beifall AfD – Tobias Eckert (SPD): Armes die AfD!)
