Marcus Bocklet
Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Richter, wissen Sie, dass eines schon einmal klar ist? Sie wussten auf jeden Fall, was nicht geht. Das wussten Sie. So hört es sich an. Natürlich gab es die Frage: Müssen wir Masken tragen oder nicht? Es war die Frage, wie wirksam die Masken sind. Aber das war ein Vorschlag. Denn man dachte, dass man den Virus über die Atemluft bekommt. Wer in diesem Saal wusste, dass das definitiv nichts nutzt, das waren Sie. Denn Sie haben das als Eingriff in die Freiheit bezeichnet. Hätte man keine Masken getragen, wäre die Pandemie schlimmer ausgefallen. Das sollten Sie sich einmal ins Stammbuch schreiben. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD) Wer wie Sie sagt, die Gefährlichkeit des Virus sei nicht klar gewesen, der muss in einem Kellerloch gesessen haben. Wenn Sie die Bilder aus Bergamo gesehen haben, wenn Sie die Toten aus dem Altenheim gesehen haben – – (Zurufe) Wie kann man darüber lachen? Was für ein zynischer Verein sind Sie eigentlich, wenn Sie die Toten gesehen haben? (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU und SPD) Das ist ekelhaft. Herr bürgerlicher Vorsitzender, wenn Sie wissen wollen, warum die Debatte so verläuft, dann sollten Sie einmal daran denken, dass negiert wird, dass es Tote gegeben hat. Unser System war überlastet. Dann wird behauptet, der Virus sei nicht gefährlich gewesen. (Robert Lambrou (AfD): Das haben wir nicht gesagt!) Sie wollten kein Tragen der Masken, weil sich der arme Herr dadurch vielleicht gestört fühlt. Das ist doch unverantwortlicher Zynismus. Das ist doch widerlich. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, vereinzelt CDU und SPD) Die Vorrednerinnen und Vorredner der demokratischen Fraktionen haben gesagt, dass uns daran liegt, das konstruktiv aufzuarbeiten. Wir haben die Fakten zur Kenntnis genommen. Es gab Tote. Es gab eine Überlastung des Systems. Viele erlitten Schäden. Die Frage, wie effizient – –
