Jochen K. Roos
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Durch den heute hier eingebrachten Antrag mit dem Titel „Eine ideologiefreie und zukunftsorientierte Filmförderung in Hessen“ soll die hessische Filmförderung wieder in die richtige Spur gebracht werden. (Beifall AfD) Der Antrag hat das Ziel, die in unseren Augen ideologische Ausprägung der Filmförderung zu beenden, damit diese sich wieder auf ihre klassischen Aufgabenfelder konzentrieren kann. Meine Damen und Herren, lassen Sie mich bitte zuvor kurz rekapitulieren, was die hessische Filmförderung in den letzten Jahren so getrieben hat. Was die hessischen Filme angeht, wurden in den letzten Jahrzehnten nahezu ausschließlich solche Filme mit dem Hessischen Filmpreis ausgezeichnet, welche eine links-grüne Ideologie und Agenda vertreten haben. (Beifall AfD – Zurufe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Sie sind schon wieder so erregt. Sie können doch gleich sprechen. Es ist doch alles gut. Warum ist das so? Schauen wir uns doch einmal die Kriterien an, die heutzutage für die Förderung von hessischen Filmen herangezogen werden. Ein Kriterium bei den Zielen und Gegenstand der Förderung ist beispielsweise die Gewährleistung der Diversität, der Inklusion und der Gleichberechtigung von Film- und Medienschaffenden. Dabei sind die Förderungsnehmer dazu angehalten – wie könnte es anders sein –, ökologische Standards zu beachten. Das Ganze nennt sich „Green Film“ – auf Deutsch: grüner Film. So soll die Filmproduktion an die Bedürfnisse des allgegenwärtig präsenten Klimawandels angepasst werden. Ökologisch nachhaltige Drehs statt wirklich guter Filme, lautet hier nämlich die Devise. (Beifall AfD) Schon die genannten Punkte zeigen deutlich die Ausrichtung der hessischen Filmförderung und auch die Kriterien, nach denen der Hessische Filmpreis vergeben wird. So braucht man sich nicht zu wundern, was letztlich an Gewinnerfilmen dabei herauskommt. Da wäre zum Beispiel der Film „Shahada“, der über die dramatische Lebensgeschichte dreier junger Muslime in Berlin berichtet und im Jahre 2010 als bester Spielfilm mit dem Hessischen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Ein kurzer Einblick in den Filminhalt: Die westlich orientierte Tochter eines Imams überdenkt nach einer Abtreibung ihren Lebenswandel und wird strenggläubig. Ein junger türkischer Polizist verkraftet den Polizeidienst nicht mehr und verlässt daraufhin Kind und Familie. Zu guter Letzt fällt ein junger Nigerianer in eine Sinnkrise, da er Schwierigkeiten hat, mit seiner Homosexualität umzugehen. Jetzt könnten Sie entgegen, dass meine Zusammenfassung die jeweiligen Handlungen verkürze und es ja nur ein Film unter vielen sei. Ich kann Ihnen aber gerne noch weitere Beispiele nennen. Da wären der Film „Shahid“ aus dem Jahre 2024, welcher von der Hessen Film & Medien GmbH mit 100.000 Euro gefördert wurde. Der Film handelt von dem Leben der Urenkelin eines iranischen Mullahs, der als Märtyrer gestorben ist. Wir sehen hier natürlich einen ganz klaren Hessenbezug. (Heiterkeit und Beifall AfD) In Hessen wurde übrigens auch der Film „Fremde Haut“ ausgezeichnet, welcher von einer verfolgten homosexuellen Dolmetscherin handelt, die aus dem Iran flieht, hier unter einem falschen Namen lebt und von einer angeblich zu asylkritischen Gesellschaft abgelehnt wird. Wir merken hieran schon, wohin das Ganze ideologisch läuft. (Beifall AfD) Dagegen stellen wir unsere grundsätzlich andere Auffassung von einer Filmförderung. Selbstverständlich müssen auch Filme gefördert werden, welche auf die Zustände und Missstände in unserem Land aufmerksam machen. Aber wo sind eigentlich die Filme, die sich endlich einmal kritisch mit den immer offener zutage tretenden Missständen in unserem Land auseinandersetzen und die nicht unter dem Label „woke“ oder „kultursensibel“ laufen? (Beifall AfD) Wo sind die Filme, welche auch einmal den Finger in die links-grüne Wunde legen und kein billiges Fishing for Compliments betreiben, damit man sich sicher sein kann, dass man dafür auch ganz sicher eine Auszeichnung bekommt, selbst wenn die Handlung noch so illusorisch erscheint? Wo sind die Filme – das frage ich Sie –, welche endlich auch einmal einen positiven Aspekt unserer hessischen Heimat und unserer Kultur vermitteln? (Beifall AfD) Wir von der AfD in Hessen wollen wieder bundesweit – und insbesondere auch für die Kinosäle – Erfolg versprechende Filme gefördert sehen. Diese sollten im besten Fall auch vor Ort in Hessen gedreht werden, sodass mit diesen Filmen ein Ansehensgewinn für dieses Land verbunden ist. Zuallerletzt möchte ich noch einmal auf die Noch-Kulturstaatsministerin Claudia Roth eingehen. Wir alle konnten erst kürzlich wieder über Frau Roth in den Medien lesen – Stichwort: Operation Abendsonne. So soll sie kurz nach der Verkündung des Ampel-Endes noch schnell eine „Beförderungswelle“ – Zitat aus der „Welt“ – für acht Führungskräfte angestoßen haben. Ich sage Ihnen hier ganz klipp und klar: Wer sich selbst immer als eine staats- und regierungstragende Partei aufspielt, dabei aber den Staat als Selbstbedienungsladen versteht, der hat in der deutschen Politik nichts verloren und wird konsequenterweise abgewählt. (Beifall AfD)
