Andreas Lichert
Wozu brauchen wir das Verbrennerverbot?) Nun haben wir die Wahl. Wollen wir, dass diese tere Variante in Zukunft ausschließlich für den deutschen Markt in China, in Indien, in den USA oder was billi- ich wo produziert wird, oder wollen wir, dass europäische und vor allem deutsche Hersteller in der Lage sein werden, den deutschen und den europäischen Markt weiterhin mit Autos zu beliefern – dann eben mit Elektromobilität? Was ganz wollen wir? aus (Beifall SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und das vereinzelt CDU) DaWir wollen deutsche und europäische Hersteller für den deutschen und den europäischen Markt. Wir wollen, dass 90/DIE die deutschen Hersteller auch weiterhin für den deutschen und den europäischen Markt sowie für die ganze Welt produzieren. Das wollen wir. rein Wenn man das aber will, dann muss man denen RahmenFörderbedingungen setzen, die es ihnen ermöglichen, da hinzuwurden kommen. Denn im Gegensatz zu Ländern, die keine entwickelte Automobilindustrie hatten, haben wir das Problem, Da dass wir eine entwickelte Automobilindustrie haben. erst (Robert Lambrou (AfD): Das ist ein Problem?) weil funktio– Nein, das Problem ist das, was in Ihrem Kopf ist. Das ist von das Problem. (Beifall SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) etwas Denn in Ihrem Kopf – wir haben es eben gehört – und ethatten, Ihren Köpfen existiert die Vorstellung, wurden. (Robert Lambrou (AfD): Sie haben gerade angedeuhat tet, dass es ein Problem ist, dass wir eine gut enttun. wickelte Automobilindustrie haben! Das war schon sehr verräterisch! – Jürgen Frömmrich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Was in Ihren Köpfen nicht ist! 90/DIE So muss man es sagen!) Thermo- dass die Automobilindustrie nur so weitermachen kann, wie sie es bisher gemacht hat. Genau das ist aber falsch. noch Das würde dazu führen, dass sich am Schluss die effizies dass entere Mobilität nicht in Deutschland herstellen lässt, sondern woanders. der (Dr. Frank Grobe (AfD): Es funktioniert doch nicht! Das sehen Sie an den Zahlen!) Dann fahren Sie in Zukunft alle BYD, oder wie die Marmit ken auch alle heißen. Selbst in Ihrer Fraktion gibt es jeimmer manden, der ein ausländisches Elektroauto fährt, wenn ich das richtig verstanden habe. nie- (Jürgen Frömmrich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Oh, Skandal! – Weitere Zurufe – Unruhe) – Völlig okay, globalisierte Märkte sind etwas Gutes – also, für Sie vielleicht nicht, aber grundsätzlich schon. (Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE dann GRÜNEN): Das kommt gleich in die Akte! – Jürgen Frömmrich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Der fährt wahrscheinlich einen russischen! – Weitere Zurufe) wird – Soweit ich weiß, ist es kein russischer, aber egal. und (Beifall SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und vereinzelt CDU – Jürgen Frömmrich (BÜNDNIS 90/ – DIE GRÜNEN): Volga Electric!) dann – Ich freue mich über die Heiterkeit. Die Session hat inzwischen auch angefangen. Zurück zum Ernst der Lage. effizienWenn wir wollen, dass die deutsche Automobilindustrie weiß diese Transformation besteht, die notwendig ist, dann braucht sie klare und ordentliche Rahmenbedingungen. Darum geht es. Diese Rahmenbedingungen wollen wir setzen. Wir können sie nicht nur in Deutschland setzen; deshalb ist es klug, sie auf einem der größten Märkte der Welt, in der EU, zu setzen. Genau das passiert. (Beifall SPD – Robert Lambrou (AfD): Ja, mit allen Konsequenzen!) Die Konsequenzen, von denen gerade fabuliert wird, wären, wenn wir dies nicht täten, dass die deutsche Automobilindustrie eines Tages abgehängt wäre. Die produzieren dann vielleicht noch Verbrenner für irgendwelche abseitigen Weltregionen, aber nicht für die großen Märkte, nicht für die EU, nicht für die USA und auch nicht für China. Wie gesagt, wird China auch aus der Verbrennertechnologie bei den Autos aussteigen.
