Daniel May
Sehr geehrte Frau Präsidentin, werte Kolleginnen und Kollegen! Die Situation auf dem Lehrkräftearbeitsmarkt ist seit Jahren, und zwar deutschlandweit, angespannt. Daher haben wir GRÜNE als Teil der Koalition in der vergangenen Wahlperiode uns für zahlreiche Maßnahmen starkgemacht und diese in der damaligen Koalition auf den gebracht. Kurzfristig haben wir uns dafür eingesetzt, dass Pensionäre weiterbeschäftigt werden können – guten Morgen, Scholz; das findet also schon statt –, genauso wie für Einsatz von Gymnasiallehrkräften an Grundschulen. haben uns mittelfristig dafür eingesetzt, dass zahlreiche Quereinstiegsmöglichkeiten sowohl in den Vorbereitungsdienst als auch in den Schuldienst eingeführt Zudem haben wir uns dafür eingesetzt, dass ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer, die eine Fachkombination mit der sie keine Einstellung bekommen, sich weiterbilden können, sodass sie sich für eine Schulform bzw. ein Fach weiterqualifizieren, sodass sie eingestellt können. Auch das hat geholfen. Darüber hinaus haben wir massiv in die grundständige Ausbildung investiert. Wir haben massiv Studienplätze Bereich der Grundschule ausgebaut. Zudem haben massiv Studienplätze im Bereich Förderpädagogik baut. Insbesondere möchte ich daran erinnern, dass wir Studiengang Förderpädagogik an der Universität ganz neu aufgesetzt haben. Das ist ein ganz großes dienst von Angela Dorn zusammen mit Alexander Lorz. Das alles will ich an den Anfang der Debatte setzen, zu zeigen, welche Dynamik die Koalition der vergangenen Wahlperiode im Bereich der Fachkräftesicherung hatte. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Es zeigt, dass sehr viel auf den Weg gebracht wurde. dem muss man sagen, dass der Bedarf noch größer ist das, was mit diesen Maßnahmen erreicht worden ist. Aus der Antwort der Landesregierung auf unsere Anfrage zum Thema „unbesetzte Lehrkräftestellen“ ten wir feststellen, dass knapp 1.000 Stellen nicht werden konnten. Dabei sind alle Stellen die aufgrund TV-H-Verträgen, der Kapitalisierung und anderer Maßnahmen aus der Statistik herausfallen, nicht einberechnet. bleiben rund 1.000 Stellen übrig, die nicht besetzt konnten. Das zeigt zumindest die Spitze des Eisbergs, zeigt, wo wir noch Bedarf haben. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Von daher gesehen, befürworten wir es, wenn sich Koalition weiteren Schritten öffnet. Wir halten den vorgelegten Gesetzentwurf, der einerseits Menschen, Pädagogik ausgebildet sind, einen Quereinstieg ermöglicht, und andererseits einen Quereinstieg als Ein-Fach-Lehrer möglich macht, grundsätzlich für richtig. Ich will auch sagen: Der Stein der Weisen ist das nicht, und wird auch nicht dafür sorgen, dass sich alle unsere me in Luft auflösen. Wir freuen uns aber über jeden über jede, der oder die auf diese Weise eine Möglichkeit zum Einstieg in den Schuldienst bekommt. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Wir brauchen mehr Dynamik, was die Sicherung des kräftebedarfs an unseren Schulen angeht. Ich denke, müssen wir uns über ein paar Denkverbote hinwegsetzen, die es in diesem Bereich immer noch gibt. Bei diesem setzentwurf sind in Teilen noch Denkverbote vorhanden. Es ist doch absurd, dass 25 Jahre nach dem Beginn Bologna-Prozesses dieser Gesetzentwurf immer noch schen einem Universitäts- und einem Hochschul-Masterabschluss differenziert. Ich glaube, das macht keinen Weg und ich bin mir sicher, dass es sehr viele Absolventinnen und Absolventen einer Hochschule für angewandte Wissenschaften mit Masterabschluss gibt, die auf diese Weise in das Lehramt quereinsteigen könnten. Herr den Ein Punkt, über den Sie sich wirklich noch einmal GeWir danken machen sollten: Was ist mit den Absolventinnen und Absolventen der Musikakademien? Gerade die Musikschullehrkräfte könnten eine sinnvolle Ergänzung sein, wurden. wenn wir an den Weg zum Ein-Fach-Lehrer denken. Auch hier herrschen völlig unnötige Denkverbote und Hürden, haben, mit denen wir uns Möglichkeiten verbauen, die sehr gewinnbringend sein könnten. für Ich glaube von daher, dass es notwendig ist, dass wir werden diesen Gesetzentwurf einfacher, besser und gängiger machen. Ich glaube, dass wir auch darüber nachdenken sollten, welche weiteren Möglichkeiten es gibt. Es muss mehr im Dynamik dabei sein. Wir müssen alle Möglichkeiten nutwir zen, die uns qualifizierte Lehrkräfte an die Schulen brinausge- gen. Ich möchte hier an die Möglichkeiten eines dualen den Lehramtsstudiums oder an die Einführung des Abschlusses Kassel „Quereinstiegs-Master“ erinnern. Darauf habe ich schon Ver- gestern hingewiesen. Hierzu starten die Länder Thüringen und Baden-Württemberg Modellprojekte, die uns vielleicht sinnvolle Hinweise geben könnten. um Von daher rufen wir die Landesregierung auf, nicht beim Ein-Fach-Lehrer stehen zu bleiben, sondern sich für weitere Maßnahmen zu öffnen, die einen qualifizierten Quereinstieg in das Lehramt ermöglichen. Wir müssen nämlich alle Potenziale heben, damit wir mit maximaler Offenheit Trotzso viele qualifizierte Kräfte für unsere Schule bekommen, als wie es irgend möglich ist. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Kleine konnbesetzt
