Robert Lambrou
Vielen Dank, Herr Präsident. – Ich möchte reagieren auf die Ausführungen von Frau Kollegin Gnadl zu dem Video des ehemaligen AfD-Mitglieds Max Müger und meinen öffentlichen Äußerungen dazu. Das mir zuvor unbekannte Video habe ich am Freitag, 30. August, vom Hessischen Rundfunk vor laufender Kamera ein einziges Mal vorgespielt bekommen und unmittelbar eine Stellungnahme abgegeben. (Jürgen Frömmrich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Das ist aber keine Kurzintervention! – Zuruf: Dazu hat Sie aber niemand gezwungen! – Weitere Zurufe – Glockenzeichen) Diese Stellungnahme auf einen einzigen Satz zu verkürzen, verfälscht sie deutlich, Frau Gnadl. Ich habe in dieser Stellungnahme sehr deutlich gesagt, dass ich sowohl die Wortwahl als auch die Äußerungen in Kombination mit einer Schusswaffe im Anschlag, die am Ende auch noch mehrfach abgefeuert wird, als Politikstil klar ablehne und die AfD-Fraktion über dieses Video reden möchte. (Zurufe) Am Montag, 2. September, gab es bereits erste Konsequenzen, die am Dienstag der Presse bekannt gegeben wurden, verbunden mit der Ankündigung weiterer Konsequenzen. Die Fraktions- und Parteigremien sind zusammengekommen, und am Freitag ist Maximilian Müger der Aufforderung der beiden Landesvorsitzenden Robert Lambrou und Andreas Lichert zum Austritt aus der Partei gefolgt. (Zurufe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Wenn jetzt aus anderen Parteien Kritik kommt, dann geht das aus meiner Sicht ganz klar in die Richtung, dass man sauer ist, dass wir so konsequent und vorbildlich gehandelt haben. (Beifall AfD – Lachen Lena Arnoldt (CDU) – Jürgen Frömmrich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Das ist absolut unglaubwürdig! – Dr. Stefan Naas (Freie Demokraten): Der war gut! – Unruhe – Glockenzeichen) Ansonsten würden Sie diese Stellungnahme von mir, in der ich das Video sehr klar eingeordnet habe, nicht auf einen einzigen Satz verkürzen. (Zuruf Jürgen Frömmrich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) Das ist bösartig. Das weise ich entschieden zurück, Frau Gnadl. (Beifall AfD – Zurufe)
