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Daniel May

GRÜNE 10.09.2024 Sitzungen 21/18

Was passiert denn mit denen?) Deshalb haben wir netto 600 zusätzliche Stellen im Haushalt 2024. (Beifall CDU und SPD – Zuruf BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Meine Damen und Herren, ich freue mich, dass 1.000 Lehrkräfte nun nach dem abgeschlossenen Referendariat im neuen Schuljahr an unseren hessischen Schulen ihren Dienst beginnen. Das ist eine starke Aussage. Zudem wird die schrittweise Anhebung der Eingangsbesoldung aller Grundschullehrkräfte von A 12 auf A 13 wie geplant fortgesetzt. Meine Damen und Herren, wir gehen weiter: Wir stärken die Gewinnung von Lehrkräften auch in der Zukunft. Morgen wird hier die Novellierung des Hessischen Lehrkräftebildungsgesetzes in erster Lesung beraten. Damit beschreiten wir neue Wege zur Gewinnung zusätzlicher Lehrkräfte. Wer einen entsprechenden Universitätsabschluss mitbringt und das Referendariat erfolgreich absolviert hat, kann künftig in Hessen mit nur einem Fach verbeamtete Lehrkraft werden. Darüber hinaus verbessern wir die Möglichkeiten für den Quereinstieg in den Schuldienst für entsprechend qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber. Meine sehr geehrten Damen und Herren, das zeigt deutlich: Die Koalition aus CDU und SPD ist bereit, neue und innovative Wege einzuschlagen und ideologiefreie Lösungen anzubieten; denn, was am Ende zählt, ist eine gute und qualitätsvolle Unterrichtsversorgung für unsere Schülerinnen und Schüler in Hessen. (Beifall CDU und SPD) Wir stärken die berufliche Bildung. Für die Ausbildung der Fachkräfte von morgen ist die Stärkung der beruflichen Bildung zentral. Wir werden Maßnahmen, die zur Gleichwertigkeit akademischer und beruflicher Bildung beitragen, weiterhin konsequent voranbringen: Mit der digitalen Praktikumsbörse führen wir eine Plattform zur erleichterten Suche nach Praktikumsplätzen in der Region für Schülerinnen und Schüler ein. Mit der landesweiten Einführung der „berufswahlapp“ ersetzt ein digitales den traditionellen Berufswahlpass und unterstützt die rufliche Orientierung auf digitalem Weg. Mit der „Grundschule trifft Berufsschule und das Handwerk“ dern wir handwerkliche Fähigkeiten schon im Grundschulalter. Nicht zuletzt waren die Praktikumswochen ein ler Erfolg: 5.000 Jugendliche haben gemeinsam mit 1.400 Unternehmen daran teilgenommen. – Das ist orientierung, das ist Stärkung der beruflichen Bildung, das ist der richtige Weg. (Beifall CDU und SPD) Wir stärken konsequent die Ganztagsangebote. über 80 % der hessischen Schulen bieten Ganztagsangebote an. Über 300 Schulen erweitern derzeit ihr Ganztagsprofil oder passen es an. Über 5.000 Stellen stellt das Hessen für Ganztagsangebote zur Verfügung. Lieber Kollege May, weil Sie es angesprochen haben: Anteil der Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I, die ganztags betreut werden, erreicht in Hessen Wert von rund 75 %. Das ist mit Blick auf den Bildungsmonitor ein Spitzenwert. Der Durchschnitt in der republik insgesamt, das wissen Sie, liegt weit darunter. (Daniel May (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): hatte aber über den Rechtsanspruch in der schule gesprochen!) Meine Damen und Herren, wir stärken den Bildungsbereich auch in Richtung Digitalisierung und künstliche telligenz. Wir starten das Projekt „KI4School“ in menarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität chen an 25 Schulen zur Anwendung von künstlicher telligenz im individualisierten Lernen in der Oberstufe. Das DigitalTruck-Angebot für Grundschulen erweitern auf die 5. und 6. Klassen und ergänzen es durch KI-Workshops. Mit dem Schulfach Digitale Welt sind wir auch diesem Bereich bundesweiter Vorreiter: An mittlerweile Pilotschulen in Hessen führen wir diese Pilotierung und greifen damit die großen Zukunftsthemen Digitalität, Ökonomie und Ökologie in einem Unterrichtsfach auf. (Zuruf Oliver Stirböck (Freie Demokraten)) Wir warten dringend auf die Fortsetzung des Digitalpakts. Der Digitalpakt I, ein Riesenerfolg, ist – das wissen – bereits seit einem halben Jahr ausgelaufen. Offenbar gibt es in Berlin noch immer keine Einigung über Anschluss-Digitalpakt II, obwohl es auch im Koalitionsvertrag der Ampelregierung deutlich fixiert worden Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit des Bundes mit Ländern sieht anders aus. (Beifall CDU und vereinzelt SPD) Wir stärken die Vermittlung von Werten an hessischen Schulen. Die Vermittlung von Werten und demokratischer Teilhabe in der Schule ist wohl so bedeutend wie nie um den Gefahren des Extremismus jedweder Art frühzeitig entgegenzuwirken. Ich bin dankbar, dass wir gleich zu ginn des Schuljahres mit einer breiten Mehrheit aus Mitte dieses Parlaments einen gemeinsamen Antrag Extremismus in den Schulen Hessens beschließen Weitere konkrete Maßnahmen kommen auf den Weg. Offensive zur Wertevermittlung und Demokratiebildung für Schülerinnen und Schüler beginnt unmittelbar in Intensivklassen. Lieber Kollege May, da bleiben wir nicht stehen. Das ist Tool ein Einstieg. Es sind alle eingeladen, alle weiteren Klassen be- und deren Lehrkräfte sind ermutigt, sich an der OffensiAktion ve zur Wertevermittlung zu beteiligen. Wir sammeln jetzt för- Erfahrungen und bewerten, wir evaluieren den eingeschlagenen Weg. Aber schon jetzt ist das konkrete Ziel klar, vol- diese wichtige Initiative ab dem kommenden Schuljahr rund auch allen weiteren Schülerinnen und Schülern in einem Berufs- Gesamtrahmen anzubieten. und (Beifall CDU und SPD) Darüber hinaus stehen zahlreiche weitere Initiativen zur Verfügung: Weiterentwicklung des Projekts der NetzwerkLotsen zur Extremismus- und Antisemitismusprävention. Bereits Weitere Förderung der Schulpartnerschaften mit Israel, um Schülerinnen und Schülern Weltoffenheit und ein historisches Verständnis zu vermitteln. Die vom HMKB Land etablierten Seiten Antisemitismusprävention sowie Unterrichtsmaterial zum Nahostkonflikt, Umgang mit Krieg Der und Antisemitismus werden fortlaufend aktualisiert. Ich erinnere an die enge Zusammenarbeit mit Kooperationseinen partnern: Bildungsstätte Anne Frank, Jüdisches Museum Frankfurt. Die Handreichung „Grundrechtsklarheit, WerteBundesvermittlung, Demokratieerziehung“. Nicht zuletzt findet die Kooperation mit dem Landeskommando der Bundeswehr kontinuierlich ihre Fortsetzung mit der erfolgreichen Ich Arbeit der Jugendoffiziere. GrundDer neueste Bildungsmonitor ist angesprochen worden, und ja, er zeigt für das Land Hessen in die richtige Richtung. Das Dynamik-Ranking des Bildungsmonitors Invergleicht die Bundesländer anhand der Veränderungen bei Zusameinzelnen Indikatoren zwischen 2024 und dem BildungsMünmonitor 2013. Die positive Entwicklung des letzten JahrInzehnts verdient mit Platz 4 zu Recht einen Spitzenplatz im Ländervergleich. wir Zwei konkrete Punkte dazu: Beim Anteil der ausländischen in Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Abschluss weist Hessen mit 12,4 % den zweitbesten Wert aller Ländurch der auf. Ich sagte es bereits: Beim Anteil der Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I, die ganztags betreut werden, erreicht Hessen ebenfalls ein weit überdurchschnittliches Ergebnis von 75 %. Der Bundesdurchschnitt liegt hier bei knapp unter 50 %. Meine Damen und Herren, wir stehen an einem entscheiSie denden Punkt für die Zukunft unseres Landes. Bildung ist das Fundament, auf dem unsere Gesellschaft aufbaut. Sie den ist der Schlüssel zum sozialen Aufstieg, zu wirtschaftlicher Innovation und demokratischer Teilhabe. Wir tragen eine ist. besondere Verantwortung, um sicherzustellen, dass jede den Schülerin und jeder Schüler die bestmöglichen Chancen erhält, sich zu entfalten und die Herausforderungen der Zeit zu meistern. Unsere Schulen, Universitäten und Ausbildungsstätten sind nicht nur Orte des Lernens, sondern Stätten der Begegnung, an denen unsere Kinder und Jugendlichen die Werte zuvor, und Fähigkeiten erlernen, die sie zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern machen. In einer Welt, die sich rasant veränBedert, müssen auch unsere Bildungseinrichtungen mit dieser der Entwicklung Schritt halten. gegen konnten. Deshalb ist es unser gemeinsames Ziel, das BildungssysDie tem weiterhin zukunftssicher zu gestalten. Dies erfordert Investitionen in moderne Bildungsinfrastruktur, eine um2.100 fassende Unterstützung unserer Lehrkräfte sowie innovative Lehr- und Lernmethoden. Vor allem aber erfordert es den politischen Willen, mutige Entscheidungen zu treffen und diese entschlossen umzusetzen: Dies tun wir – mit Haltung, mit Qualität und mit Tatkraft. (Beifall CDU und SPD) Ich danke Staatsminister Armin Schwarz und seinem Haus für diese erfolgreiche und zielorientierte Arbeit schon unmittelbar in den ersten Monaten der neuen Wahlperiode. Die Koalitionsfraktionen von CDU und SPD werden diese Arbeit weiterhin mit voller Kraft unterstützen. Unser Dank gilt dabei den vielen engagierten Lehrkräften und allen, die die Schulgemeinschaften bilden, dass sie die Maßnahmen und notwendigen Veränderungen vor Ort umsetzen, mittragen und mit Leben füllen. Gemeinsam werden wir in der Politik, Lehrkräfte, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schulverwaltungen und darüber hinaus, Eltern, Schülerinnen und Schüler, die gesamten Schulgemeinden, die Bildung in Hessen auf hohem Niveau weiterentwickeln. Lassen Sie uns diesen Weg engagiert beschreiten – im Bewusstsein, dass die Bildung unserer Kinder das wichtigste Versprechen ist, das wir als Gesellschaft geben können. – Ich danke Ihnen. (Anhaltender Beifall CDU und SPD)

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