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Jochen K. Roos

AfD 10.07.2024 Sitzungen 21/16

Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen Herren Abgeordnete! Wie heißt es noch gleich so Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht morgen. – Das sollten sich einige von Ihnen hier vielleicht doch einmal hinter die Ohren schreiben. Was ich meine, ganz konkret: Wie Sie alle eigentlich wissen ten, hätten der heutige Antrag der Freien Demokraten und die damit verbundene und durchaus wichtige tik bereits im letzten Plenum besprochen werden Der Zeitpunkt wäre perfekt gewesen; denn immerhin genau in dieser Woche die bundesweite Aktionswoche für die dringend benötigte Reform des Praktischen statt. Wie es der Zufall so wollte, war es eben genau 19.06.2024 – der Tag, an dem Sie der Thematik hier Plenum die Dringlichkeit abgesprochen haben –, als durch Gießen ein Protestzug zog und auf die Belange rer Medizinstudenten aufmerksam machte. Das müssen sich alle noch einmal klarmachen. Wie können wir es aber heute im Plenarprotokoll 19.06. nachlesen? Zitat Ingo Schon, CDU: „… wir bezweifeln die Dringlichkeit, weil es Grund gibt, diesen Antrag jetzt dringlich auf Tagesordnung zu nehmen.“ Eine wirklich tolle Argumentation. (Beifall AfD) Ist aber auch verständlich, immerhin musste man am sagten Tag rechtzeitig zum Fußballspiel der Nationalmannschaft. (Max Schad (CDU): Was ein Pillepalle! Was Quatsch!) Dabei ist es doch gerade die Union, die auf Bundesebene im April einen nahezu wesensgleichen Antrag gestellt Warum muss das hier in Hessen eigentlich die FDP für machen, liebe Herren und Damen der CDU? (Beifall AfD) Gut, nun haben Sie in aller Eile gestern noch einen chen Antrag vorgelegt. Konsequent wäre es aber gewesen, wenn Sie im Plenum schon früher an einer Aussprache Thematik interessiert gewesen wären, (Max Schad (CDU): Kommen Sie noch zur oder nur Blabla?) vor allem auch deswegen, weil der Vorgang in Berlin kannterweise seit April in der Ausschussüberweisung So wäre es ein schönes Zeichen gewesen, die Kollegen Bundestag freundlichst von Landesseite an die Wichtigkeit dieser Thematik zu erinnern. Wir halten also fest: Die AfD-Fraktion hätte bereits letzten Plenarsitzung sehr gerne über dieses sehr Thema gesprochen; da Sie von den Regierungsfraktionen jedoch dagegen waren, machen wir es eben nun heute. (Beifall AfD) In der Tat kommt auf unser Gesundheitswesen eine von Problemen zu. Besonders gravierend sind die des demografischen Wandels für unsere Sozialsysteme, insbesondere Rente, Pflege und Gesundheit. Ärzte, schon längst ihren Ruhestand genießen könnten, ihren Praxisbetrieb weiterhin aufrecht, da der Nachwuchs fehlt. Dies zeichnet sich besonders im ländlichen Raum ab. Auch wenn wir hier nun die Landarztquote haben – und wirklich positiv kann und wird sich das erst in ca. zehn schön? Jahren auswirken. auf Die Gründe dafür liegen bei den langen Studienzeiten und damit der anschließenden Weiterbildung zum Facharzt. Ein weimüss- teres, mit dem demografischen Wandel in Zusammenhang stehendes Problem ist der auf uns zukommende Ruhestand Thema- der Boomer; denn der größte Boomerjahrgang, 1964, wird können. im Jahr 2024 60 Jahre alt. Der Gipfel der sogenannten defand mografischen Welle erreicht somit Ende der 2020er-Jahre das Rentenalter. Jahres (Beifall AfD) der im Auch wenn sich die Medizin stetig weiterentwickelt, wird auch es trotzdem eine sich erhöhende Anzahl von älteren Menunse- schen geben, die ärztliche Hilfe benötigen und/oder sogar Sie pflegebedürftig sind. Somit steigt natürlich auch der Bedarf an Humanmedizinern. Um diesen Bedarf zu decken, muss es Anreize für angehende Mediziner geben, diese des Tätigkeit auch motiviert ausüben zu wollen. Diese Anreize müssen bereits während des Studiums geschaffen werden. Dazu gehören auch eine entsprechende Vergütung sowie keinen die die Unterscheidung von Fehl- und Krankheitstagen während des Praktischen Jahres im Medizinstudium, wie es bereits von der FDP angesprochen wurde. Deshalb kündigen wir als AfD-Fraktion schon einmal unsere Zustimmung zu dem Antrag der FDP an. – Vielen Dank. (Beifall AfD) beVizepräsidentin Dr. Daniela Sommer: ein Von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat sich Abgeordneter May zu Wort gemeldet. Bitte schön. hat.

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