Daniel May
Sehr geehrter Herr Präsident, werte Kolleginnen und legen! Die Gewinnung einer ausreichenden Zahl von kräften für unsere Schulen ist eine Daueraufgabe. Sie unglaublich wichtig; denn nur mit gut ausgebildeten kräften haben wir auch gute Schulen. Daher war es richtig, dass die Landesregierungen der fen haben, um diesen Fachkräftebedarf zu decken. nennen sind: die zusätzliche Zahl von Studienplätzen, zusätzliche Zahl von Referendariatsplätzen, ein ganz Studiengang Förderpädagogik an der Universität Weiterbildungsmöglichkeiten, Quereinstiegsmöglichkeiten, Fortbildungsmöglichkeiten für Vertretungskräfte, also ein ganz großer Strauß an Maßnahmen, den die Kolleginnen ErweiteWeg gebracht haben. Ich freue mich, dazugehört zu haben. UkraiWenn Ihnen bei dieser Aufzählung etwas aufgefallen ist: Das war im Wesentlichen das, was die Kollegin Ziegler Vorstoß, als eben in ihrer Rede vorgestellt hat. So viel Neues war in der Aktuellen Stunde der CDU also doch nicht zu vermelden, sondern das sind im Wesentlichen die Erfolge der Verganukrainiwertvol- genheit. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) diese Die Landesregierung hat eine neue Werbekampagne auf den Weg gebracht. Der Slogan „Die Zukunft braucht Dich! Als Lehrerin oder Lehrer“ ist jetzt durch ein bisschen Vound kabular aus Social-Media-Kanälen bereichert worden. Dort dabei wird von Influencern und dergleichen geredet. Ich will die an Qualität dieser Kampagne nicht beurteilen; denn das ist Stelgar nicht mein Thema. Ich halte es grundsätzlich auch für serichtig, dass man eine solche Werbekampagne ab und zu und neu aufsetzt. Von daher geht das in Ordnung. Aber das täuscht nicht darüber hinweg, dass zwar die Werbung neu ist, das Produkt jedoch keineswegs. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Sie haben heute keine neue Maßnahme zur Lehrkräftegewinnung auf den Weg gebracht. Ich glaube, das ist ein bisschen zu wenig, um das heute so zu feiern. Ich würde mir wünschen, dass Sie als Koalition doch noch einmal den Kreativmodus anwerfen und sich überlegen: Was können wir tatsächlich noch mehr machen, damit unsere Verarbeiten, sorgung mit Lehrkräften in Zukunft gesichert ist? Von daund her muss man auch einmal schauen: Was bewegt sich im zur Land? Was hat die Kultusministerkonferenz vor Kurzem Fortbeschlossen? Welches sind die Ideen, über die man in der letzten Wahlperiode zwar diskutiert hat, die man aber an einer der einen oder anderen Stelle vielleicht nicht zu Ende gedacht hat? Wie kann man diese Ideen weiterentwickeln? Fragen Sie einmal Herrn Lösel, der das sicherlich noch im Archiv hat. Aber ich gebe Ihnen auch die Stichworte: Wir sollten die freien Schulen an die Hand nehmen. Die haben nämlich viel auf den Weg gebracht, was die Lehrerbildung angeht. Ich glaube, dort könnten wir noch zusammen – öffentliche und freie Lehrerbildung – neue Kapazitäten Rede schaffen. Wir müssen den Quereinstieg weiter öffnen. Wir haben damals über Fälle geredet, in denen approbierte Ärzte nicht als Berufsschullehrer arbeiten konnten, weil die Bedingungen für die fachliche Anerkennung so eng gefasst wurden. Ich glaube, gerade da ist die Idee des Ein-Fach-Lehrers ganz wichtig, um noch mehr qualifizierte Menschen ins Lehramt zu bekommen, die zwar etwas anderes studiert haKol- ben, aber daran interessiert sind, in den Beruf einzusteigen. Auch darüber sollten Sie noch einmal nachdenken. Lehrist (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) LehrAußerdem dürfen wir bei der Fachkräftesicherung nicht nur auf Lehrerinnen und Lehrer setzen, sondern wir müs19. sen auch das Thema Multiprofessionalität weiter voranergrifbringen. Zu die Dass wir die Sozialarbeit und die Schulgesundheitspflege neuer ausgebaut haben, war ein ganz großer Erfolg der letzten Kassel, Jahre. Es ist wichtig, nicht nur für mehr Lehrerinnen und Lehrer zu sorgen, die selbstverständlich wichtig sind, sondern auch die Multiprofessionalität weiter auszubauen. Ich glaube, das wäre eine Maßnahme, mit der Sie dann hier auftreten und sagen könnten: Wir haben hier ein neues Paket, mit dem wir den Arbeitsmarkt für Lehrkräfte anpacken, um den Lehrkräftebedarf an unseren Schulen zu decken. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Daher bleibt mir nur eines zur Aktuellen Stunde der CDU zu sagen: Der Titel hat hohe Erwartungen geweckt, die leider enttäuscht wurden; denn eine neue Werbekampagne ist halt noch keine neue Maßnahme. Es fehlt, dass Sie neue Maßnahmen auf den Weg bringen. Das, was hier vorgestellt wurde, war alter Wein in neuen Schläuchen. Der alte Wein ist nicht schlecht, aber wir warten noch auf den neuen schwarz-roten Jahrgang. Deshalb wäre es ganz wünschenswert, dass Sie sich einmal zur Weinlese begeben, (Ingo Schon (CDU): Großartig!) damit unsere Schulen auf Dauer gut mit Lehrkräften ausgestattet sind. Wir brauchen jeden, der bereit ist, sich für die Qualität unserer Schulen und für unsere jungen Menschen qualifiziert zu engagieren. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
