Christoph Mikuschek
Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren! Gerne komme ich nun zu einem Thema, zu dem uns die größten Demokraten geführt haben. Schon Konrad Adenauer sagte in den Fünfzigerjahren: „Die Einheit Europas war ein Traum von wenigen. Sie wurde eine Hoffnung für viele. Sie ist heute eine Notwendigkeit für uns alle.“ (Beifall CDU und SPD) In knapp 90 Tagen wählen wir ein neues EU-Parlament. Zwischen dem 6. und dem 9. Juni sind innerhalb der EU rund 350 Millionen Menschen – in Deutschland mehr als 66 Millionen Menschen und in Hessen ca. 4,5 Millionen Menschen – wahlberechtigt. Europa, das sind nicht nur Grenzen auf einer Landkarte. Europa, das ist nicht nur eine gemeinsame Währung oder ein Binnenmarkt. Europa ist eine Idee, eine Mission, eine Gemeinschaft. Gerade für junge Menschen ist Europa von entscheidender Bedeutung; denn Europa bietet Chancen, Möglichkeiten und Perspektiven. In einer globalisierten Welt, in der die Herausforderungen – wie der Klimawandel, die Digitalisierung und die soziale Ungleichheit – keine nationalen Grenzen kennen, brauchen wir eine starke Gemeinschaft, die gemeinsam handelt und Lösungen findet. Europa braucht Freiheit – die Freiheit, ohne Grenzen zu reisen, zu studieren, zu arbeiten und zu leben. Diese Freiheit eröffnet uns ungeahnte Horizonte und ermöglicht es uns, über den Tellerrand hinauszuschauen, neue ren zu entdecken und uns persönlich weiterzuentwickeln. Europa bedeutet Zusammenhalt, eine Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten, die Bereitschaft, einander in schwierigen Zeiten beizustehen und gemeinsam für eine Zukunft zu kämpfen. Europa bedeutet aber auch die Anerkennung und Wertschätzung unserer kulturellen, sprachlichen und geografischen Unterschiede. Diese falt ist unsere Stärke. Sie bereichert unser Zusammenleben und lässt uns gemeinsam wachsen. Europa ist gerade für uns Hessen von elementarer tung. Durch die Ansiedlung der AMLA in Frankfurt en wir den Finanzplatz Frankfurt weiter aus. Auch re hessischen Banken, Versicherungsunternehmen und schungsinstitute, aber auch die Chemie-, die Automobilund die Logistikindustrie profitieren immer von der päischen Union. Ich will Ihnen hier einmal sehr klar Wer glaubt, Hessen oder Deutschland sei ohne die EU ser dran, der ist auf dem Holzweg, der ist irgendwo abgebogen. (Beifall CDU und SPD) Die Zeiten, in denen wir außerhalb der EU von umgeben waren, von denen wir günstig Energie importiert haben oder die bei Konflikten in der Welt vorangegangen sind, sind vorbei, und sie kommen so schnell nicht Die EU muss wieder selbst für eine starke Verteidigung sorgen. Sie muss wieder selbst für eine gesicherte versorgung sorgen, und sie muss wieder selbst für Außengrenzen sorgen. Wir können nicht einfach so tun, als könne man Probleme mit Geld lösen. Es braucht Taten, es braucht souveräne – und keine feministische – Diplomatie im land, und wir müssen der Europäischen Union auch diese Kompetenzen zugestehen. Es liegt daher an uns, ein demokratisches Europa zu streiten und zu kämpfen. Wir Christdemokraten werden es jedenfalls nicht zulassen, dass unsere Industrie, unsere Wirtschaft mit Verboten Regelungen lahmgelegt wird, weil man der Meinung man könne den Klimawandel nur aufhalten, indem das Wachstum stoppt; und wir werden es ebenfalls zulassen, dass rechte Populisten uns Europäern das nehmen, auf das wir als Gemeinschaft am meisten sein können. Lasst uns die Vision der Gründerväter und -mütter tragen. Lasst uns gemeinsam für ein Europa der des Friedens und des Fortschritts eintreten. Lasst uns gen, dass wir auf unsere europäische Identität stolz und dass wir bereit sind, für sie einzustehen. Ich werde auf jeden Fall tun. (Beifall CDU und vereinzelt SPD)
