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Olga Fritzsche

DIE LINKE 1:18 min Sitzungen 23/29

Ganz ehrlich, Sie haben ein richtiges Glaubwürdigkeitsproblem für Ihre berechtigte Empörung, wenn Sie selbst 30 Prozent des Titels im Haushalt kürzen. Und das ist mein Punkt. Und wenn wir feststellen, dass in Hamburg derzeit, sagen wir mal bummelig, 25.000 Haushalte wohngeldberechtigt sind, dann müssen wir bei den Zahlen feststellen, die an Wohnarmut leiden, dass garantiert nicht alle Anspruchsberechtigten bisher ihren Anspruch verwirklicht haben. Der Paritätische schätzt, zwischen 40 und 50 Prozent der Leistungsberechtigten verwirklichen ihren Anspruch nicht. Und das liegt unter anderem auch an dieser fürchterlichen Verwaltungspraxis hier, dass man in Eimsbüttel 30 Wochen, ansonsten im Schnitt an die 21 Komma irgendwas Wochen, auf die Verwirklichung überhaupt warten muss. Und das ist doch ein Skandal! Und dann sagen Sie gleichzeitig, so und so viel, also 40 Millionen Euro können einfach weg aus diesem Titel. Nein, Sie müssen doch mal fragen, wo können wir Hürden absenken? Wo können wir unsere Praxis verbessern? Und das Geld, was dafür gebraucht wird, muss eingesetzt werden. Ansonsten wirkt es auf mich ehrlich gesagt so, als würden Sie laut rufend, "geh weg, du böse Kürzung", mit den Armen wedeln und gleichzeitig bei sich selbst das Gleiche machen.

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