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Antje Hebel

AfD 2:00 min Sitzungen 23/28

Sehr geehrtes Präsidium, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Hamburger. Also den Linken scheinen auch die Argumente auszugehen, glaube ich, wenn ich die Rede hier so mitverfolgt habe. Also alle Jahre wieder kommt das Thema Klimaanlage hoch, diesmal von der AfD, aber mit einem anderen Tenor. Zunächst ein kurzer Einblick in Hamburger Intensivstationen im Sommer. Auf den Fluren warme stehende Luft, die von laufenden Ventilatoren verteilt wird. In den Zimmern der Intensivstationen zum Teil unerträgliche Temperaturen, wo schwerstkranke, immungeschwächte Patienten umgeben von wärmeabgebenden Maschinen in ihrem Schweiß liegen. Wenn Pflegekräfte in Isolationszimmern mit Schutzkleidung arbeiten, kommen die dann oft wie geduscht aus den Zimmern. Viele legen sich nasse Tücher aus dem Kühlschrank zur Abkühlung um den Hals. Nachts werden alle Fenster für Querlüftung aufgerissen. Das alles aufgrund ungenügender Klimatisierung. Ärgerlich, dass die dann doch noch vorhandenen Klimaanlagen im Bedarfsfall öfter nicht funktionieren. Klimaanlagen sind kein Teufelswerk und keine Klimakiller, sondern sichern die Arbeitskraft und sind lebenserhaltend. Sie sind in Pflegeheimen und Krankenhäusern mehr medizinisches Gerät als Luxusgut. Diese Erkenntnis hatte man wohl auch gehabt, als im Hamburger Klimaschutzgesetz in Paragraf 13 Einrichtungen von Kranken- und Altenpflege von Beschränkungen ausgenommen wurden, was Neuinstallationen raumlufttechnischer Anlagen angeht. Nicht verbieten ist aber noch nicht geholfen. Es reicht auch nicht, im Hitzeschutzplan den Satz "Integration von Hitzeschutz in bestehenden Strukturen" reinzuschreiben. Wo sind die dazugehörigen Mittel und Fördermöglichkeiten von der Politik als Anreiz für die Wirtschaft, damit dieser Hitzeschutz integriert werden kann? Nichts zu finden, und genau da ist die Politik gefordert. Aus wohltemperierten Politbüros die Hitzewelle zu beklagen, hilft hier nicht.

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