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Olga Fritzsche

DIE LINKE 1:46 min Sitzungen 23/28

Ja, sehr geehrte Präsidentin, sehr geehrte Kolleg:innen, liebe Hamburger:innen. Als Linke sind wir natürlich, das wird Sie nicht überraschen, immer für Vernetzung und Austausch und dafür, auch Erfahrungen aus der Praxis in die Politik einzubinden. Und deshalb werden wir natürlich diesem Antrag zustimmen. Gleichzeitig darf ein runder Tisch aber nicht zum symbolischen Akt oder zu einem symbolischen Beteiligungsformat werden. Die Menschen, die dort zusammenkommen, wissen aus ihrer täglichen Arbeit ja sehr genau, wo Versorgung scheitert, wo Zuständigkeiten nicht funktionieren und welche Veränderungen notwendig sind. Und diese Erfahrungen, die müssen ernsthaft aufgegriffen werden. Und deshalb ist für uns eigentlich die entscheidende Frage: Was passiert mit den Ergebnissen dieses runden Tisches? Und wenn dort konkrete Forderungen und Maßnahmen entwickelt werden, dann dürfen diese nicht, ähnlich wie bei der Straßensozialarbeit, anschließend in irgendeiner Schublade verschwinden oder ignoriert werden. Der Senat muss dann auch bereit sein, sich damit auseinanderzusetzen, Prioritäten zu setzen und notwendige Veränderungen tatsächlich auch umzusetzen. Ein runder Tisch allein verbessert noch keine Gesundheitsversorgung. Wir stimmen dem Antrag auch deshalb zu mit der Erwartung, dass dieser runde Tisch mehr ist als nur ein Gesprächskreis und aus den Ergebnissen konkrete politische und praktische Veränderungen, notwendige Veränderungen, dringend notwendige Veränderungen entstehen und wirklich Menschen von der Straße in Wohnraum kommen. Daran werden wir den Senat messen. Denn entscheidend ist ja am Ende nicht, ob die Menschen, die richtigen Menschen an einem Tisch gesessen haben, sondern ob sich dadurch wirklich die gesundheitliche Versorgung der Obdachlosen verbessert hat.

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