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Sören Schumacher

SPD 2:48 min Sitzungen 23/28

Sehr geehrte Präsidentin, meine Damen und Herren, wenn wir in Harburg über das ABRIGADO sprechen, sprechen wir über echte Menschen und schwerste Schicksale. Aber auch über reale Nutzungskonflikte für Anwohnerinnen und Anwohner und vor allen Dingen für die angrenzenden Schulen am Schwarzenberg. Deshalb sage ich für die SPD-Fraktion ganz klar, der derzeitige Zustand ist kein Dauerzustand. Die Verlagerung des ABRIGADOs ist notwendig, richtig und sie wird kommen. Doch Scheinlösungen bringen uns jetzt nicht weiter. Die AfD fordert, das Standortverfahren an der Buxtehuder Straße abzubrechen und wieder von vorne zu beginnen. Das bedeutet, weit fortgeschrittene Planungen wegzuwerfen und wertvolle Jahre zu verlieren, ohne dass am Ende ein echter, konfliktfreier Standort vom Himmel fällt. Und bei der CDU... Frau Stöver, ich danke Ihnen für die Beschreibung. Genau so ist das da. So war es ja auch sehr viele Jahrzehnte ein konfliktfreies Miteinander der Harburgerinnen und Harburger mit der Einrichtung. Es hat sich allerdings auch viel geändert in der Szene. Und deswegen ziehen wir an dem gleichen Strang, was es angeht, diese Einrichtung zu verlagern. Ein Container-Interimsstandort hält aber der Realität schlicht nicht stand. Eine Drogeneinrichtung mit Konsumraum, medizinischer Versorgung ist eben kein Kiosk, den man irgendwo aufstellt. Die Standortsuche für ein Interim verlagert das Problem nur an eine andere Stelle, und sie bindet genau die Kapazitäten, die wir jetzt brauchen, um den dauerhaften Neubau so schnell wie möglich fertigzustellen, am besten mit einem Spatenstich in diesem Jahr. Harburg hat ein Recht auf Sicherheit und die Hilfebedürftigen haben ein Recht auf Hilfe. Deshalb gehen wir zwei konkrete Schritte. Erstens: konsequente Sofortmaßnahmen am jetzigen Standort, Polizeipräsenz, Sicherheitsdienste, verstärkte Straßensozialarbeit und ein Schutz an den Schulen. Das ist unser Schutzschirm, den wir jetzt sofort aufgespannt haben. Zweitens: voller Fokus auf die Verlagerung an die Buxtehuder Straße mit maßgeschneidertem Sicherheits- und Nutzungskonzept schaffen wir eine dauerhafte und tragfähige Lösung für Harburg. Deshalb lehnen wir die vorliegenden Anträge ab und arbeiten mit Hochdruck an der Verlagerung an die Buxtehuder Straße.

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