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Dennis Gladiator

CDU 3:18 min Sitzungen 23/25

Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen. Als der Bürgermeister sich gemeldet hat, hatte ich ehrlicherweise kurz die Hoffnung, hier etwas zu hören, was unserer Stadt Orientierung gibt. Und als er dann noch ankündigte, es gehe nun darum, sich mit der Lage auseinanderzusetzen, habe ich ernsthaft gedacht, jetzt würde er einordnen, was dieses Ergebnis bedeutet und was die SPD in ihrer Regierungsverantwortung damit machen wolle. - Dann habe ich aber... Nein, danke! - Herr Gladiators, es hat gerade... Dann habe ich aber gute acht Minuten lang einen theoretischen Vortrag über die Funktionsweise von Referenden gehört. Und ich habe kein Wort gehört, Herr Bürgermeister, zu Ihrer politischen Verantwortung. Und das ist wirklich bezeichnend. Sie tun so, als hätte dieses Referendum überhaupt nichts mit Ihrer Politik zu tun. Und das zeigt, wie entrückt Sie von der Wirklichkeit in dieser Stadt mittlerweile sind. Denn das war kein einfaches Nein zu Olympia. Das war kein Nein zu sportlicher Begeisterung. Das war ein klares Misstrauensvotum Ihnen gegenüber, weil die Menschen es Ihrem Senat nicht zutrauen, ein solch großartiges Ereignis in dieser Stadt durchzuführen. Das ist die Grundlage für das Ergebnis. Und das wollen Sie nicht wahrhaben. Und nun ist Schönreden ein recht menschlicher Reflex. Aber von einem Bürgermeister muss man erwarten, dass er über diese Reflexe hinaus Antworten gibt, Verantwortung übernimmt und hier nicht einfach so tut, als sei er mit seinem Kurs richtig, die Menschen in der Stadt nur nicht in der Lage, ihn verstehen zu können. Sie sind so weit weg von der Realität, dass Sie gar nicht mehr wissen, worum es geht in dieser Stadt. Und Sie haben vergessen, dass es nicht darum geht, ob es Ihnen und Ihrem Senat wohl geht. Sie haben einen Amtseid geleistet, für das Wohlergehen dieser Stadt zu arbeiten. Und deshalb müssen Sie doch verstehen, dass dieses Referendum Konsequenzen braucht, dass es eben nicht darum geht, einfach weitermachen zu können wie bisher, weil Sie haben die Menschen verloren. Und dann haben Sie kurz gesagt, Sie hätten in Ihren vielen Veranstaltungen, die Sie als Peter Tschentscher in dieser Stadt gemacht haben, auch etwas von alltäglichen Problemen der Menschen gehört. Und darum würden Sie sich jetzt kümmern wollen. Ganz ehrlich: Das ist grotesk! Weil Sie mit Ihrer Politik haben doch diese alltäglichen Probleme erst geschaffen. Und das ist das Ergebnis Ihrer Politik, das Sie dort in den Veranstaltungen gehört haben, weil Sie endlich das Rathaus verlassen haben. Und Sie können doch nicht ernsthaft glauben, dass, wenn Sie erst ein Feuer in dieser Stadt legen, dass die Menschen in dieser Stadt dann Sie als Feuerwehrmann rufen. Wie entrückt muss man wirklich sein, Herr Bürgermeister? Herr Grote, Ihre Rede war für einen Senator wirklich unterkomplex. Aber Frau Imhof, Sie haben was von Sportsgeist gesagt. Brauchen wir wirklich von Ihnen die Belehrung nicht, weil zum Sportsgeist gehört es, dass, wenn man in einer Mannschaft gemeinsam kämpft, dass dann alle Teammitglieder bis zum Ende alles für den Erfolg geben. Es war bei Ihnen nicht nur die GRÜNE Jugend. Die braucht in dieser Stadt eh keiner. Es waren Ihre Kreisverbände. Es waren eigene Abgeordnete, die von Anfang an den gemeinsamen Erfolg torpediert haben. Eine so zerlegte Truppe braucht uns hier nichts über Sportsgeist und Professionalität erzählen. Das haben wir wirklich nicht nötig!

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