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Antje Hebel

AfD 1:54 min Sitzungen 23/23

Sehr geehrtes Präsidium, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Hamburger! Die Generalistik ist gescheitert, auf ganzer Linie in ganz Deutschland. An der Generalistik wurden die drei Ausbildungsberufe Kinderkrankenpflege, Altenpflege sowie Gesundheits- und Krankenpflege zu einer zusammengefasst. Dabei durchlaufen Auszubildende in den ersten zwei Jahren den gleichen Lehrplan und lernen alle drei Bereiche der Pflege kennen – ob sie wollen oder nicht. Im letzten Lehrjahr kann sich dann innerhalb der Bereiche Allgemeine Krankenpflege, Altenpflege und Kinderpflege oberflächlich spezialisiert werden. Absolventen sollen nach erfolgreichem Abschluss flexibel einsetzbar sein, inklusive EU-weiter Anerkennung, die Aufstiegschancen sich verbessern, das vermittelnde Fachwissen sollte umfassender sein. Was ist davon übrig geblieben? Die Aufstiegschancen sind gleich geringer wie zuvor, der Abschluss wird nicht mehr oder weniger EU-weit anerkannt wie die Pflegeausbildung zuvor, und wer sich noch ein wenig Realitätsbezug bewahrt hat, müsste mitbekommen haben, dass man in der Pflege die Hände über den Kopf schlägt, wenn auf Station festgestellt wird, dass Absolventen der Generalistik grundlegendste anatomische Kenntnisse nicht vermittelt bekommen haben. Wie hat sich die Abbruchquote entwickelt? Sie liegt mit rund 40 Prozent so hoch wie eh und je. Die Gründe sind oft schlechte Arbeitsbedingungen, Arbeitsbelastung oder die emotionale Überfrachtung, oft verursacht durch ungenügende Praxiseinweisungen aufgrund überlasteter Pfleger. Da sollte man ansetzen. Diese Gründe sind zu beseitigen, statt bewährte Ausbildungsberufe abzuschaffen und ein nicht funktionierendes Generalistikexperiment durchzuführen. Und was ist aus der Spezialisierung im letzten Ausbildungsjahr geworden? Kern der Generalistik? Sie wird nicht genutzt, ein totaler Rohrkrepierer. Und die Zahlen dazu liefere ich Ihnen gern im zweiten Teil.

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