David Erkalp
Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Herren. Ja, endlich kommt auch mal ein Antrag der Regierungsfraktionen zum Thema Tourismus. Ich freue mich, liebe Arne, dass du ihn eingebracht hast. In den letzten Jahren waren's ja eigentlich wir, die ständig Anträge gebracht haben zum Thema Tourismus – leider alle abgeschmettert. Deswegen freue ich mich heute, dass ihr mal in diese Richtung gekommen seid, auch über den Tourismus mal nachzudenken – mehr Stationen, auch ein paar Leute, die ein bisschen kaufkräftiger sind. Aber im Grunde genommen ist es eigentlich wurscht. Wir möchten den Tourismus fördern und beleben. Der Antrag ist also nicht so ganz mutig, sondern beschreibt eher ein Problem, das seit Jahren ignoriert wird. Der Antrag sagt ja auch selbst, Flusskreuzfahrten bringen genau jene Gäste nach Hamburg, die eben für unsere Stadt besonders wertvoll sind: also ausgabestarke Gäste, häufig sozusagen mit mehrtägigem Aufenthalt in der Stadt, mit Umsätzen für den Einzelhandel für die Gastronomie, Kultur und so weiter. Also genau jene Zielgruppe, die Quality Tourism meint. Nur, wer das alles weiß, hätte natürlich auch schon längst handeln können. Die bestehende Infrastruktur ist definitiv unzureichend, da gebe ich euch recht. Das stimmt. Und deswegen ist auch daher ein City-naher Anleger von großen Nöten, wenn wir die Stadt sozusagen so richtig mal aufpeppen wollen mit diesen Flusskreuzfahrtschiffen. Die Zahl der Anläufe, hattest du schon genannt, ist leider zurückgegangen, von 64 auf 43 zurückgegangen. Und das ist jetzt leider auch kein Erfolgsmodell, das ist mehr ein Warnsignal, was wir uns hinter die Ohren schreiben müssten. Und was ist die Antwort des Senats darauf? Prüfen, abstimmen, berichten bis zum 31. Juli 2027. Da hätte ich auch gleich sagen können, bis zum 31. Januar 2030, also bis kurz vor der Wahl. Warum so lange warten? Wir haben's doch... Wir müssen doch schnell vorankommen! Also für die Stadt ist es tatsächlich zu wenig. Es muss schneller gehen. Und für zahlungskräftige Gäste entscheidet aber auch nicht nur der Anleger, liebe Kollegen von SPD und GRÜNE, sondern entscheidend ist das Gesamterlebnis in der Stadt. Das heißt, diese Gäste erwarten eine Metropole, die funktioniert, ne, eine starke internationale Erreichbarkeit, Sauberkeit, Sicherheit, Aufenthaltsqualität am Wasser, tolle Hotels, tolle Gastronomien... - Letzter Satz. - Letzter Satz, oh, okay. ...und ein starkes Kulturangebot und – letzter Satz, Herr Präsident – eine Verkehrspolitik, die Gäste leicht in die Stadt holt und nicht verschreckt. Wir sind für den Antrag.
