Prof. Dr. Michael Becken
Herr Präsident, meine Damen und Herren, auch ich durfte als Teilnehmer bei der Delegation auf die Åland-Inseln mitfahren, und ich kann Ihnen auch einige Sachen berichten. Zwei wichtige Aspekte hat Frau Hennies gerade schon angesprochen, auf die werde ich jetzt noch ein wenig eingehen. Aber vor allem ist dieses Format gerade in der aktuellen geopolitischen Lage wertvoller denn je. In Zeiten, in denen internationale Spannungen zunehmen, ist der direkte parlamentarische Austausch das Bindeglied, das den Ostseeraum hier stabil hält. Ein zentraler Pfeiler, wir haben's gerade schon gehört, war die Sicherheit unserer maritimen Infrastruktur, der hier zur Beratung anstand. Und für uns als große Hafenstadt ist das kein abstraktes Thema. Wenn wir über den Schutz von Unterwasserleitungen, Seekabeln, Windparks sprechen, dann sprechen wir über die Lebensadern unserer Wirtschaft und unserer digitalen Kommunikation. Wir müssen hier die Resilienz massiv erhöhen, um uns gegen Sabotage und hybride Bedrohung zu wappnen, und das gilt gerade für unsere Interessen hier im Hamburger Hafen. Die.... Die multinationale NATO-Operation Baltic Sentry zeigt, dass wir den Gefahren im Ostseeraum nur gemeinsam begegnen können. Sowohl für den Schutz kritischer Infrastruktur als auch bei der Cybersicherheit muss Hamburg als größte Metropole im Ostseeraum eine zentrale Rolle einnehmen. Und meine Damen und Herren, ein Punkt liegt auch mir am Herzen, und das ist die Beteiligung junger Menschen. Wir haben nicht nur über die Jugend gesprochen, sondern mit ihr. Die jungen Vertreterinnen und Vertreter haben uns eindringlich gemahnt: Politische Teilhabe ist kein Privileg, sondern eine Notwendigkeit. Es geht schließlich hier ganz konkret um ihre Zukunft. Wenn wir heute Entscheidungen über Energiesicherheit, ökologischen Zustand der Ostsee und den Schutz der Demokratie treffen, dann müssen wir die Jugend berücksichtigen. Lassen Sie uns die Impulse aus der Konferenz nutzen. Vielen Dank.
