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Antje Hebel

AfD 3:06 min Sitzungen 23/21

Sehr geehrtes Präsidium, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Hamburger. Wir haben immer gesagt, dass der Gedanke Olympia eine großartige Sache ist, aber trotzdem eine entscheidende Frage vor dem Referendum ist: Können die Spiele kostendeckend beziehungsweise gewinnbringend ausgerichtet werden? Die bisher umfassendste wissenschaftliche Untersuchung zu dem Thema, die Oxford Olympics Study 2016, sagt – Achtung: "Kein Ausrichter der Neuzeit" "hat die Spiele in seinem kalkulierten Bewerbungsbudget durchgeführt." Keiner. Alle Olympischen Sommerspiele seit 1960 haben ihr Bewerbungsbudget überschritten, ausnahmslos alle, durchschnittlich um 172 Prozent. Der Satz "die Spiele finanzieren die Spiele", ist damit historisch widerlegt. Hamburg wird laut Finanzkonzept jetzt die Ausnahme bilden. Das kann man glauben oder auch nicht. Paris, an das sich ja das Hamburger Finanzkonzept anlehnt, hat geschätzt 9 bis 12 Milliarden Euro ausgegeben, inklusive der 1,4 Milliarden für die Sicherheit und der sonstigen Kosten, die sich nach den Spielen nicht in Luft aufgelöst haben. Hamburg will 14 Jahre später trotz Inflation inklusive aller Risiken und Kosten nur 6,1 Milliarden ausgeben. Wie glaubwürdig ist das? Auch kaum zu glauben ist, dass der Senat im Mai 2025 ohne Votum der Bürger die Olympia-Bewerbung einreichte. Genauso überraschend fand im Februar 2026 der offizielle Werbestart für Olympia des Hamburger Senats im ausgewählten Kreis statt. Das Motto: "Olympia in Hamburg. Eine Chance für alle." Aus Sicherheitsgründen fand diese unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. So viel zur "Chance für alle" – und ein kleiner Vorgeschmack auf das, was wir 2040 aus Sicherheitsgründen zu erwarten haben. Ein weiterer Fehler des Senats ist, Hamburg und Paris in allem gleichzusetzen. Fragen Sie mal jemanden in Tokio, Rio oder Chicago, ob ihm die Stadt Paris etwas sagt. Das werden viele bejahen. Dann fragen Sie die Leute aber mal nach Hamburg. Die AfD steht für einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern und Offenheit gegenüber den Bürgern. Großprojekte dürfen weder Selbstzweck noch Prestigeobjekt von SPD und GRÜNEN auf Kosten der Allgemeinheit sein. Die AfD setzt sich für Investitionen dort ein, wo sie den Menschen unmittelbar zugutekommen, in Bildung, Sicherheit, Infrastruktur, Innovation, Wirtschaft und soziale Versorgung. Bitte bewahren Sie Hamburg und seine Bürger vor den finanziellen Folgen dieses politisch gewollten Projektes, welches den Sport benutzt, um Steuergelder aus Berlin abzugreifen. Initiiert von Politikern, die bereits in der Vergangenheit regelmäßig an größeren Projekten gescheitert sind. Stimmen Sie daher mit Nein am 31. Mai zu Olympia in Hamburg. Wer Hamburg liebt, sagt nein zu Olympia.

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