Eva Botzenhart
Ja, liebes Präsidium, liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich habe jetzt gerade... Mir ging es wie meiner Kollegin Frau Herbst. Ich habe jetzt ein bisschen gerätselt, während ich Ihnen beim Denken und logische Zusammenhänge Herstellen zugesehen habe, dass ich dachte, ja, warum haben Sie das denn nicht im Ausschuss gefragt, wenn Ihnen das noch nicht klar war? Ja, aber scheinbar hat sich das für Sie ja nicht geklärt. Dann fragen Sie doch bitte nach! Wie wir das jetzt hier sozusagen lösen sollen in einer Bürgerschaftsdebatte, das sehe ich nicht. Ich kann nur sagen, dass Sie natürlich die ersten... Ist ja schön, wenn ich hier eine interessante Debatte anrege im Plenum, aber ich würde gern meine Rede weiterführen. Gilt auch für Herrn Kienscherf. Danke schön. Also... Ich kann nur sagen, wenn Sie da Fragen haben im Ausschuss, die Sie für nicht beantwortet halten, dann fragen Sie da nach. An dieser Stelle wird sich das nicht als Aufklärung für Sie darstellen, was wir jetzt Ihnen hier sagen können. Aber was klar ist, Hamburg musste auf diese Entwicklung, die weltweite Entwicklung der Konzentration der Reedereien reagieren und hat mit diesem MSC-Deal den richtigen Schritt gemacht. Und das zeigt sich an den Umsätzen. Und das zeigt sich am Containerumschlag – jetzt schon! Und wenn Sie wissen wollen, wie Sie das überprüfen können, dann können Sie entweder den Geschäftsunterlagen der HHLA vertrauen oder Sie zählen selber nach. Ich verstehe nicht genau, wo jetzt das Problem ist. Im ersten Halbjahr 2025 lag der Umsatz um 16 Prozent höher als im Vorjahr. Das muss doch auch für Sie einen Hinweis darstellen, dass es in die richtige Richtung geht mit dem Hafen. Was dazukommt, ist, dass insgesamt über 1 Milliarde Investitions-Euro, Investitionsvolumen in den kommenden Jahren mit Fokus auf die dringend notwendige Modernisierung, Automatisierung und Digitalisierung der Terminals entfallen. Das heißt, das steigert unsere Effizienz weiter, unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter und investiert auch in die Nachhaltigkeit des Hafens. Und dazu gehört auch, dass ein weiterer wichtiger Punkt, der ja auch erst noch kommt, die Ansiedlung der Deutschlandzentrale von MSC in Hamburg sein wird - mit mehr als... - <i>700.</i> ...700 Arbeitsplätzen – danke – in den Bereichen Management, IT und Logistik. Auch das ist natürlich ein wesentlicher Faktor und gut für Hamburg. Und wenn es Ihnen um die Transparenz geht, auch dann haben wir doch jetzt einfach gute Anzeichen, die sagen, weg von der Aktiengesellschaft. Die Transparenz erhöht sich dadurch maximal. Wir haben mehr Möglichkeiten in Zukunft, weil Hamburg Mehrheitsgesellschafterin ist, über Entscheidungen informiert zu werden. Und gleichzeitig kann die HHLA langfristig strategische Ziele verfolgen, die frei von kurzfristigem Aktienkursdruck sind. Und das heißt, der MSC-Deal aus unserer Sicht verbindet das Beste aus zwei Welten, nämlich die öffentliche Kontrolle durch die Stadt und gleichzeitig die private Investitionskraft und den Zugang zu den globalen Netzwerken. Wichtig ist dabei auch, dass die HHLA ein Unternehmen mit Mitbestimmung und Tarifbindung bleibt. Die Interessen der Beschäftigten sind vertraglich abgesichert. Auch im Zuge von Automatisierung und Digitalisierung gilt: Die Beschäftigung ist gesichert. Es wird nicht abgebaut. Statt Entlassungen setzt die HHLA auf gezielte Weiter- und Umqualifizierung der Beschäftigten. Mit Angeboten wie PortSkill 4.0, des "maritimen competenzzentrums ma-co" werden Mitarbeitende systematisch für neue, digital geprägte Aufgaben qualifiziert. Hier gehen also Wachstum und Transformation Hand in Hand. Insgesamt kann man also sagen, der Deal stabilisiert den Hafen, er bringt neue Investitionen, er sichert langfristig Umschlagsmengen und er stärkt die strategische Handlungsfähigkeit der Stadt. Deshalb ist klar, diese Partnerschaft ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Hamburger Hafens und ein richtiger Schritt für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt. Vielen Dank.
