buergerschaft.de ↗

Antje Hebel

AfD 3:03 min Sitzungen 23/19

Sehr geehrtes Präsidium, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Hamburger. In dem Bericht zur Selbstbefassung zum Thema "Umsetzung des Hamburger Aktionsplans 'Inklusion und Sport 2020-2024'" hat der Senat auf das wichtige Thema Inklusion und Sport verwiesen. Demnach ist neben der stetigen alltäglichen Einbindung von Menschen mit Einschränkungen diese vor allem im organisierten Sport bedeutend, wie bei Olympischen und Paralympischen Spielen. Die dort gelebte Inklusion verändert nämlich die Einstellung der Bürger zu diesem Thema nachhaltig positiv. Vergleichbar mit Kampagnen wie "Siehst du mich?" Der HSB stellte im Sportausschuss seinerseits den aktuellen Stand zur Inklusion im Bereich Sport vor. Dort berichtete er, dass die Anzahl der inklusiven Sportgruppen, die Förderungen beantragt haben, in Summe steigt, dafür andere aus der Förderung aufgrund steigender Mitgliedsbeiträge und der dann möglichen Selbstfinanzierung fallen. Das ist ja positiv. Dazu sei an dieser Stelle aber auch angemerkt, dass es Sportvereine gibt, die nicht dem HSB angehören, wie zum Beispiel sportspaß e.V., und deswegen bekanntermaßen außer verbaler sonst keine öffentliche Unterstützung seitens der Politik erhalten, obwohl auch diese ihren wichtigen Beitrag zur Inklusion im Sport leisten. Berichtet wurde ferner, dass das Thema Inklusion, zumindest die Sensibilisierung dafür, mittlerweile fester Bestandteil der Trainerausbildung ist. Die Mobilität stellt hingegen ein Problem dar, da es an Fahrdiensten für Menschen mit Einschränkungen fehlt. Wie mittlerweile in vielen Bereichen mangelt es auch hier in erster Linie an Personal für die Fahrt und Begleitung, zumal eine Begleitung nicht von den Krankenkassen finanziert wird, nur für lebenswichtige Aspekte. Hohe bürokratische Hürden tun ihr Übriges, um das Problem zu verschärfen. Die viel gepriesene Entbürokratisierung würde helfen, findet bekanntermaßen aber nur in Sonntagsreden der dafür verantwortlichen Politiker statt. Auch bei der Barrierefreiheit besteht Handlungsbedarf. Was bei Neubauten problemlos umzusetzen wäre, stößt im Bestand oft auf erhebliche Schwierigkeiten. In Bezug darauf, aber auch ganz allgemein sieht der Bericht in der Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele eine Chance, hier teilweise Abhilfe zu schaffen. Dabei immer nur an Stufen und Fahrstühle zu denken, wäre jedoch kurzsichtig. Deutlich weitsichtiger war der AfD-Antrag, die Gebärdensprache als Minderheitensprache anzuerkennen. Dieser hätte die Simultanübersetzung bei besagten Spielen gewährleistet, sofern diese hier überhaupt stattfinden. Aber das war den Altparteien ja zu viel Inklusion. Wie erst kürzlich an dieser Stelle betont: Inklusion ist ein stetiger Prozess, und zwar in allen Lebensbereichen, bei denen es immer Potenzial für Verbesserungen geben wird.

Alle Reden von Antje Hebel Rede ansehen ↗