Antje Hebel
Sehr geehrtes Präsidium, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Hamburger. In dem Tätigkeitsbericht der Senatskoordinatorin für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung 2023/2024 wird aufgezeigt, dass schon einiges getan wird für eine Verbesserung in den Bereichen Arbeitsmarkt, frühkindliche und schulische Bildung, Mobilität, Wohnen, Gesundheitsversorgung und Sport, wobei noch reichlich Luft nach oben ist. Das ist für alle Beteiligten aber auch völlig klar, dass wir in dieser Sache von einem nie endenden Prozess mit vielen Herausforderungen und Schwierigkeiten zu tun haben. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und dem daraus resultierenden Fachkräftemangel... Gerade in diesen Tätigkeitsbereichen benötigen wir aber ausreichend Fachkräfte für eine gute und erfolgreiche Umsetzung. Das fängt an bei den Fahrern, die es den Betroffenen ermöglicht, an Freizeitaktivitäten wie Sport teilzunehmen, geht über die sozialpädagogisch geschulte Fachkraft für die Schulbegleitung mit der damit verbundenen 1:1-Betreuung und reicht bis zum erfahrenen Fachpersonal für Kinder mit intensivem Betreuungs- und Therapiebedarf in Kitas. So wird in dem Bericht auch deutlich dargestellt, dass die mangelnde Erreichbarkeit der betreffenden Dienststellen verbesserungswürdig ist. Darüber hinaus stellt die fehlende Beratung oder auch die ausbleibende Rückmeldung bei Kontaktaufnahme ein Problem dar. Und – last, but not least – erschweren unklare Zuständigkeiten aus Sicht der betroffenen Bürger deren Situation unnötigerweise wie auch lange Bearbeitungszeiten. Die Betroffenen fühlen sich in den aufgeführten Punkten oft alleingelassen. Digitalisierung ist auch hier ein großes Thema, die viel schneller umgesetzt werden muss, um mehr Assistenzsysteme wie zum Beispiel die innovative Assistenz-App speziell auf die Bedürfnisse von seh- und hörbehinderten Fahrgästen zugeschnitten, für einen barrierefreien und unkomplizierten Zugang zu Fahrgastinformationen direkt auf das Smartphone anbieten zu können. Aber Digitalisierung ist ja nur im Zusammenhang mit dieser Thematik leider nicht ein Dauerthema – und völlig unnötigerweise. Auch die Einbindung der Betroffenen kann und muss noch vertieft werden. Denn klar ist doch, dass diejenigen, die tagtäglich mit den Schwierigkeiten in ihrem Leben als Menschen mit Behinderungen zurechtkommen müssen, am besten wissen, was wo verändert werden muss, damit eine Inklusion auch wirklich funktioniert. Denn es gilt ja nach wie vor: Man ist ja nie so gut, als dass man es nicht noch besser machen könnte. Danke.
