David Erkalp
Meine Damen und Herren, Frau Präsidentin, die Solidarität haben die Menschen in Syrien auf jeden Fall mit uns, aber ganz besonders das, was Die Linken hier heute angemeldet haben: das kurdische Volk. Wir hatten vor, ich glaube, zehn Jahren, ich bin mir nicht mehr ganz sicher, schon mal eine Debatte. Da stand ich auch hier mit Cansu damals, und da ging es auch darum, dass die Kurden eigentlich die letzte Bastion waren vor denjenigen, die sozusagen nach Syrien kamen und – ich überspitz das jetzt mal – die Köpfe geschnitten haben, und das waren tatsächlich die Kurden. Und da haben wir auch gefordert, alle, auch die CDU, dass sie zumindest ein bisschen bewaffnet werden, um überhaupt eine Chance zu haben, a) zu überleben und b) diejenigen noch mal zu retten, die das Land sozusagen auch halten. Und die Kurden, auch wenn sie sozusagen hier und da mal ein bisschen lauter sind, sind sehr oft diejenigen, die uns im Nahen Osten sozusagen auch schützen. Und sie schützen uns nicht nur einfach so, weil sie da sind und weil sie laut sind, sondern sie haben uns auch geschützt vor der ISIS, und die war stark. Sie hat Menschen umgebracht, und zwar bestialisch. Und das waren hauptsächlich die Kurden. Und natürlich, Herr Walczak, haben wir hier eigene Probleme, und natürlich haben wir auch unsere eigenen Sorgen. Aber das gehört eben auch dazu. Das gehört zu einer Gesellschaft, die offen ist, die demokratisch ist und die auch helfen möchte. Und dann muss man auch in solchen Zeiten an so was denken, auch das sozusagen auch schützen. Und wenn eine Partei, eine Fraktion wie heute Die Linke sagt: "Wir müssen an diese Menschen denken, wir müssen sie schützen", ähnlich auch im Iran, da kommen wir später noch zu, dann ist es gerechtfertigt. Wir können nicht einfach zusehen. Und dass ich noch mal die Linken lobe, ich meine, ne, wir... Frau Sudmann und ich sind ja die besten Freunde sozusagen. Aber... ja, alles gut. Das habe ich auch gesehen aus meinen Augenwinkeln. Nein, es geht ja heute darum, dass wir überhaupt ein Verständnis dafür kriegen, dass wir ein Verständnis dafür kriegen, wie besondere Völker und Menschen auf dieser Welt verfolgt werden und dass auch diese Menschen am Ende des Tages tatsächlich auch uns betreffen, weil nicht nur, weil Menschen hier leben, die aus dieser Region kommen, sondern, wir haben es ja gesehen, ein Krieg im Nahen Osten, womit wir eigentlich so gut wie gar nichts zu tun hatten, ist plötzlich auf unseren Straßen. Und es kommen auch Menschen hier rüber, die dann versuchen, unser Land zu verändern. Es kommen auch nicht nur gute Menschen, aber trotzdem müssen wir schauen, dass sozusagen die Ruhe dort herrscht, weil am Ende des Tages ist sozusagen der Krieg, der im Nahen Osten ist oder sonst wo auf der Welt, irgendwann auch wieder hier in Deutschland. Und dann haben wir Extreme hier, die dann wieder sagen: "Wollen wir nicht, wollen wir nicht!" Und das wollen wir ja nicht! Also müssen wir jetzt schon Sorge dafür treffen. Von daher Solidarität sehr stark mit Ihrem Vorhaben oder beziehungsweise in der Debatte heute. Vielen Dank.
