Nils Hansen
Herr Präsident! Meine Damen und Herren Ich will versuchen, in der ersten Runde mit ein paar Schlaglichtern möglichst alles ohne eine zweite Runde anzusprechen. Das Erste: Der Spracherwerb ist eben nicht, wie dargestellt, ein nachgeordnetes Ziel, sondern ein zentrales Ziel. Deshalb gibt es einmal den Spracherwerb über die Praxis im Betrieb, gleichzeitig das verpflichtende Unterrichtsfach Sprache und Kommunikation, was eben genau das in den Mittelpunkt stellt. Alle AvM-Dual-Standorte sind zertifizierte DSD I-Prüfschulen. Das heißt, es gibt Fortbildung, es gibt jährlich verpflichtende Schulungen für die beteiligten Lehrkräfte. Ein zweiter Punkt: Man muss einmal gucken, wer besucht eigentlich überhaupt diese AvM-Dual-Kurse? Das sind eben die Schülerinnen und Schüler, die erstens noch nicht lange in Deutschland sind, und zweitens mit besonders schwachen Sprachvorkenntnissen starten. Das heißt, wir haben es mit einer besonders heterogenen Gruppe zu tun, zum einen. Wir haben es auf der anderen Seite mit Leuten zu tun, die besonders große sprachliche Herausforderungen mitbringen. Deshalb ist es auch gar nicht zwingend für jeden zielführend, auf Krampf an diesen Prüfungen zu den Sprachzertifikaten teilzunehmen. Was mir aber ganz wichtig ist: Diese Zahlen, wenn Sie sagen, nur ein Viertel werden angemeldet, diese Zahlen sind falsch oder irreführend. Denn wir haben es mit einem zweijährigen Bildungsgang zu tun. Sie fragen, wie viele von allen nehmen denn teil? Man kann aber nur im zweiten Jahr teilnehmen. Das heißt, es können eben nicht 2.000, sondern es können maximal 1.000 zu diesen Prüfungen angemeldet werden, weil alle im ersten Jahr können gar nicht an diesen Prüfungen teilnehmen. Und wenn man dann sich die genauen Zahlen anguckt, ist es eben so, dass von dem Abschlussjahrgang 2024/25 58 Prozent zu den B1 Prüfungen angemeldet wurden, 8 Prozent zu den B2 Prüfungen. Das ist weit mehr als ein Viertel, wie Sie es darstellen. Dann bitte auch richtig mit den Zahlen umgehen. Wenn wir bei Zahlen sind, das ist der letzte Punkt: Im Sommer 2024 haben fast 1.300 Schüler die Schule verlassen in ganz Hamburg, ich rede jetzt nicht nur vom AvM-Dual, die in der Vergangenheit eine IVK-Klasse besucht haben. Davon haben 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler einen Schulabschluss geschafft, übrigens 37 Prozent den MSA oder das Abitur. Das heißt, wir haben es hier mit einem Weg zu tun, der Möglichkeiten schafft, Perspektiven eröffnet und mit Blick auf das, was hier passiert an den jungen Menschen... - Herr Hansen, kommen Sie bitte zum Schluss. - Das sorgt dafür, dass ich positiv auf die Zukunft dieser Stadt gucken kann.
