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Stephan Jersch

DIE LINKE 2:02 min Sitzungen 23/14

Herr Präsident, meine Damen und Herren, das ist ein tiefer Rückfall in die energiepolitische Steinzeit. Und wenn er nicht von der AfD käme, dann hätte ich meine Zweifel daran, ob überhaupt die Fraktionsmittel für wissenschaftliche Mitarbeitende tatsächlich korrekt investiert worden sind. Er zeugt jedenfalls von einer völligen Kenntnislosigkeit und ist geradezu erbarmungswürdig. Sie wissen nichts über den Strommarkt, Sie wissen nichts über die realen Energiekosten. Und Ihre Begründungen sind steile Thesen, eine nach der anderen. Kein wirklich vernünftig Denkender, vielleicht die Grölenden, aber kein vernünftig denkender Mensch will noch Wasserstofffahrzeuge. Sie berufen sich auf USA und Katar. Ich bin begeistert, welche Quellen Sie anführen für Ihre Energiepolitik. Und warum 80 Prozent Eigenversorgung? Haben Sie vor, aus der Bundesrepublik auszutreten? Oder was ist Ihre Begründung für dies? Nirgendwo steht dort etwas. Und vielleicht am Wochenende mal eine kleine Fahrradtour nach Moorburg. Dann gucken Sie sich mal an, was der geplante Umbau von Moorburg so eigentlich im Fortschritt macht. Ganz zu schweigen von der Reaktivierung von Brunsbüttel, Brokdorf. Warum erwähnen Sie nicht gleich Krümmel? Das ist völlige Absurdität, was Sie dort fordern. Und Strom bezahlbar machen – es ist doch tatsächlich so, dass Atomstrom und Kohlestrom höchst subventioniert sind. Nein, tatsächlich, die Entstehungskosten sind tatsächlich bei erneuerbarer Energie die deutlich billigsten. Und deswegen: Deutschland zukunftssicher aufstellen, das heißt bezahlbare Energie, zukunftsfähige Energie, und das heißt die Transformation unserer Energiewirtschaft. Und dagegen steht, Deutschland energiepolitisch an Russland und die USA auszuliefern. Das ist typisch Ihre Rechtsaußenposition, die wir nicht teilen.

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