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Antje Hebel

AfD 1:51 min Sitzungen 23/13

Sehr geehrtes Präsidium, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Hamburger. Der vorliegende Antrag mahnt den drohenden Mangel an Lehrkräften an Pflegeschulen an, mitverursacht durch den Senat. Er sieht vor, Bachelorabsolventen, die sich im Masterstudium für Pflege- und Gesundheitspädagogik befinden, ebenfalls als Lehrkräfte an den Pflegeschulen zuzulassen. Auch die gibt es nur begrenzt, bringt also keine Heilung, nur Linderung. Will man dem drohenden Lehrkräftemangel entschieden begegnen, setzt man qualifizierte Fachleute aus dem medizinischen Bereich als Lehrkräfte ein, welche über jahrzehntelange Berufserfahrung und Fachweiterqualifikationen verfügen. Damit würde man genau das tun, was jetzt schon an Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen praktiziert wird. Man stellt nachweislich qualifizierte Arbeitskräfte ohne Masterabschluss oder Professorentitel als Lehr- beziehungsweise Honorarkräfte ein. Genauso wie es bei einer eventuell anschließenden Fachweiterbildung im Fachunterricht dann auch passiert. Da geht's nämlich auch jetzt schon – Unterrichten ohne einen Master in Gesundheitspädagogik. Denn im Unterricht sitzen überwiegend Erwachsene, die sich bewusst für den Beruf entschieden haben und dafür eigenverantwortlich die Ausbildung absolvieren müssen und wollen. Die wissen, warum sie da sitzen und brauchen keine erzieherischen Maßnahmen. Die Pflegeschulen haben keinen pädagogischen Auftrag. Sie müssen Unterrichtsstoff vermitteln. So viel zum Thema notwendige Pädagogik. Aber am einfachsten wäre es, der Senat samt dem Hamburger Institut für berufliche Bildung beschränkt sich darauf, die Lehrpläne zu erstellen, und überlässt den Pflegeschulen, mit wem sie das umsetzen. Das wäre die einfachste Lösung.

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