Nikola Tunići
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren! Egal ob türkische Restaurants, arabische Cafés, pakistanische Süßwaren oder vietnamesische Küche: Der Steindamm ist einer der internationalsten Orte unserer Stadt. Diese Internationalität ist ein echter Standortvorteil für Hamburg. Doch diese Stärke geht verloren, wenn sich Anwohner aufgrund der offenen Drogenszene nicht mehr sicher fühlen und Gastronomen von Umsatzeinbußen berichten. Wer den Steindamm kennt, weiß: Wegschauen hilft nicht; gegeneinander arbeiten allerdings auch nicht. Darum strecken wir mit unserem Antrag heute die Hand aus. Dieser Antrag ist ein Angebot an die Regierungsfraktionen, gemeinsam zu handeln. Wir wollen keine Symbolpolitik, sondern einen pragmatischen Staat für ein verlässliches Miteinander von allen relevanten Akteuren der Stadt. Wir wollen den Steindamm wieder zu einem Aushängeschild für Hamburg machen. Und andere Städte zeigen, wie es gelingen kann, Internationalität zu einem klaren Markenzeichen zu machen. Gucken wir uns London an, wo Chinatown als Quartier sichtbare Identität, Sicherheit und wirtschaftliche Dynamik miteinander verbindet. Natürlich können wir das nicht kopieren, denn Hamburg ist nicht London, aber wir können die Idee aufgreifen, den Steindamm als Tor zur Welt im Kleinen verstehen mit klarer Haltung gegen Kriminalität und Wertschätzung für die, die das Quartier prägen. Hierzu gehören auch genügend Parkmöglichkeiten und weniger Strafzettel. Ich sage ganz klar: Machen wir aus der heutigen Debatte den Auftakt für ein gemeinsames und verlässliches Handeln, um die Internationalität und Identität des Steindamm zu schützen. Daher werbe ich ausdrücklich um die Zustimmung zu unserem Antrag. Vielen Dank!
