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Andreas Grutzeck

CDU 5:36 min Sitzungen 23/9

Ja, wer das Präsidium, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Gäste, insbesondere auch dort oben auf der Tribüne. Heike Haubach, kennen Sie die? Ist Bundestagsabgeordnete der SPD und sie ist gehörlos. Sie ist die erste Gehörlose im Deutschen Bundestag. Und hat im Oktober 2024 ihre erste Rede im Bundestag in Gebärdensprache gehalten. Dass sie das kann. Verdanken wir letztlich dem Mut und der Selbstbestimmtheit der Gehörlosen selber, denn sie wird wahrscheinlich in ihrer Jugend auch erstmal die Lautsprache hat lernen müssen und nicht die Gebärdensprache und erst im Laufe der Zeit und insbesondere in ihrer Freizeit haben dann die Gehörlosen die Gebärdensprache gelernt. Und erst 1993, das ist eben schon gesagt worden, haben auch wir hier in Hamburg einen bilingualen Versuch gestartet, dass neben der normalen Sprache auch die Gebärdensprache angewandt wird. Erst zu diesem Zeitpunkt hatte... Dass die systematische Unterdrückung der Gehörlosen ein Ende. Nachteile, Quälereien.Frau Jeck hat eben schon angedeutet, wir haben im Februar diesen Jahres eine Anhörung gehabt und es war wirklich erschütternd, was dort berichtet wurde. Die gehörlosen Menschen sind ja weitestgehend aus den normalen Schulen herausgehalten worden und in eigenen Schulen untergebracht worden. Und das Klima, das in diesen Schulen bis in die 80er Jahre, sage ich mal, herrschte, war wirklich teilweise so schlimm, dass mir zumindest, und ich glaube, das ging allen so, die von diesem Unrecht das erste Mal gehört haben, wirklich der Atem gefroren. Ich darf an dieser Stelle eines sehr deutlich machen. Es ist eben schon gedankt worden, Frau Jägg, den Parteien, die diese Resolution, diesen Antrag heute eingebracht haben. Ich möchte eine Person ganz besonders herausheben, die heute nicht dabei ist. Das ist Shansu Özdemir, die in der letzten Periode Fraktionsvorsitzende der Linken war. Und ja, ich bin CDU-Mann und sie ist eine Linke. Aber ihr verdanken wir es, dass das Thema hier überhaupt in den Fokus des Parlaments und der Öffentlichkeit gelangt ist. Und dafür möchte ich ihr wirklich persönlich auch sehr herzlich danken.Wir bitten Sie, die gehörlosen Menschen dieser Republik, heute um Verzeihung für erlittenes Unrecht, für mangelnde Bildung. Die nicht mit Ihnen zusammenhängt, sondern damit, dass Sie praktisch ein Leben lang versucht haben, die Gebärdensprache zu lernen, anstatt sich um Wissen, um Dinge zu kümmern, die Sie im Leben wirklich brauchen. Und diese Gebärdensprache ist einfach heute zum Glück gang und gäbe und darüber sind wir sehr froh.Das kann jedoch, meine Damen und Herren, wirklich nur der Anfang sein. Das ist heute sicherlich ein wichtiger Punkt für Sie, dass wir Verzeihung bitten, um Entschuldigung bitten und dass wir dieses Unrecht auch als Unrecht begreifen. Aber zwei Dinge sind mindestens genauso wichtig. Erstens die Aufarbeitung. Und das muss schnell geschehen. Frau Senatorin, vielleicht ergreifen Sie gleich noch das Wort. Das hat keine Zeit, noch drei, vier Jahre jetzt vorbereitet zu werden, sondern die Enquete-Kommission oder das Sachverständigengremium muss schnell eingesetzt werden, damit es auch noch die Erfahrungen aufnehmen kann von vielen Leuten, die heute schon im Rentenalter sind und die diese Zeit einfach nicht mehr haben. Und genauso geht es auch um die Entschädigung. Auch dieses muss schnell passieren. Ich bin sehr froh und sehr dankbar, dass Hamburg hier einen eigenen Entschädigungstopf auflegen will und nicht auf Berlin zeigt und darum bittet, dass erstmal Berlin diese Maßnahmen ergreifen soll, sondern Hamburg geht voran. Und das ist gut so, aber es muss auch schnell passieren. Meine Damen und Herren, wir haben heute einen Anfang gemacht. Wir werden weiter in diesem Sinne arbeiten und ich hoffe, auch Sie da oben arbeiten.mit und helfen uns, ihr Grundrecht und ihr... Jetzt habe ich den Faden verloren. Sie wissen, was ich sagen will. Machen wir einfach weiter und erlauben wir uns keine Fehler und keine Zeitersparnisse mehr. Danke.

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