Olga Fritzsche
Also irgendwie fühle ich mich leider bemüßigt, noch einmal zu betonen, dass Hitzeschutz keine Wohltätigkeit ist, sondern einfach die reine Notwendigkeit, eine Überlebensnotwendigkeit in dieser Extremwettersituation. Ich würde mir wünschen, dass Sie tatsächlich zwei Sachen– also wir haben am 15.07. Den Sozialausschuss, wo wir auch versuchen, das jetzt noch einmal auf die Tagesordnung zu bringen. Ich würde mir zwei Sachen wünschen. Schauen Sie sich bitte mal– sehen Sie sich im Geoportal die Karte mit den öffentlichen Wasserstellen an, mit den 54 Wasserstellen. Versuchen Sie, einige aufzusuchen. Im größten Teil sind es öffentliche Toiletten. Es gibt Gründe, warum Obdachlose einen schweren Zugang zu sanitären Einrichtungen haben. Natürlich, jeder, der länger auf der Straße lebt, hat Wege, wo er hingehen kann und wo er mal Wasser lassen kann. Oder der kann mal bei dem mobilen Duschbus duschen. Das ist aber bei diesem Wetter überhaupt gar keine Lösung. Sondern sie müssen einfach viel öfter trinken und sie brauchen einen Zugang zu frischem Wasser, und zwar in ihrer Nähe. Und da sind diese 54 Stellen, ich sage es jetzt ganz, ganz zurückhaltend, try to be a lady, viel zu wenig. Also schauen Sie sich das bitte mal genau an. Reden Sie auch mal mit einer Krankenstube, die Obdachlose behandelt, was dort an Wundinfektionen und an Verbrennungen behandelt wird aktuell. Und dann stellen Sie fest, es reicht nicht aus.gibt, reicht nicht aus. Und dass es nur Sonnenschutz nach Spende gibt, da kriege ich echt schon wieder so einen Puls, der tut mir bei der Hitze überhaupt nicht gut.
