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Marie Kleinert

DIE LINKE 2:07 min Sitzungen 23/7

Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Hamburgerinnen, liebe SPD, liebe Grüne, wenn Sie sagen, Sie machen ja schon alles, wie werden Sie denn genau dafür Sorge tragen, dass die Menschen ihre Jobs nicht verlieren in diesen Häusern? Das hätte ich gerne noch einmal gewusst. Wir wollen natürlich auch mit dieser Drucksache ein kulturpolitisches Signal setzen. Denn das Bürgerhaus Bornheide und das Café Ostborn sind nicht nur Veranstaltungsorte, sie sind kulturelle Ankerpunkte. Sie sind Orte der Begegnung, der Mitgestaltung und der Teilhabe. Hier entsteht Kultur von unten, gemeinsam mit den Menschen im Stadtteil. Hier findet Austausch statt. Und da wir heute hier auch schon viel über Sicherheit gesprochen haben, Wir denken, die nachhaltigste Methode, doch Sicherheit im Land oder auch bei uns hier vor Ort herzustellen, ist, die Demokratie zu stärken. In einer Zeit, in der viele Menschen das Gefühl haben, nicht mehr gesehen oder gehört zu werden, schaffen Bürgerhäuser genau das. Sie öffnen Räume. Das Café Osborne ist so ein offener Raum. Und sie erreichen Menschen, die sonst kaum Zugang zu kulturellen Angeboten haben. Wer diese Räume vernachlässigt, überlässt sie anderen. Wer Kulturarbeit kaputt spart, riskiert, dass rechte Kräfte die sozialen und kulturellen Leerstellen füllen, mit einfachen Antworten und ausgrenzenden Ideologien. Wenn wir über Kulturräume sprechen, dürfen wir nicht nur an große Bühnen denken.Kultur entsteht im Quartier, beim offenen Mikrofonabend, im feministischen Tanzprojekt, beim interkulturellen Theaterworkshop und eben im offenen Café. Deshalb ist es auch kulturpolitisch zwingend notwendig, diese Orte dauerhaft strukturell abzusichern und das heißt eben finanziell abzusichern. Ich danke allen, die sich für das Bürgerhaus Bornheide und das Café Osborne einsetzen. Ich hoffe, dass wir mit dieser Drucksache ein starkes Zeichen für die kulturelle Infrastruktur in allen Hamburger Bezirken setzen. Vielen Dank.

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