Sören Schumacher
Herr Präsident, meine Damen und Herren! Vorweg, die Bundeswehr ist ein Teil in unserem demokratischen Rechtsstaat und ist demokratisch kontrolliert und ist eine Parlamentsarmee des Bundestages. Und das ist der große Unterschied zu Themen, die Sie hier angeschnitten haben. Sie reden wahrscheinlich immer noch von der Wehrmacht. Nein, es ist die Bundeswehr, die mitten in unserer Gesellschaft steht. Und rücken wir einen Moment diejenigen in den Mittelpunkt, um die es am Veteranentag geht und ging, die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, die für uns alle in Auslandsansätzen waren oder hier in Deutschland stationiert sind. Sie alle tun ihren Dienst für uns. Und ich frage die meisten hier im Raum, wann hatten Sie das letzte Mal eine Begegnung mit einem Bundeswehrsoldaten oder einer Bundeswehrsoldatin? Ich kann Ihnen nur empfehlen, hören Sie genau zu. Hören Sie die Geschichten an. Hören Sie von den Erlebnissen, was den Menschen geschehen ist, was sie erlebt haben, wie sie in Afghanistan waren, wie sie dort vom Ort den Menschen geholfen haben, vor allen Dingen Frauen, die wieder zur Schule gehen.Sie haben Erlebnisse mitbekommen, die wir alle Gott sei Dank nicht erlebt haben. Sie haben Schreckliches gesehen. Sie haben furchtbare Bilder im Kopf. Viele leiden an traumatischen Erlebnissen. Sie sehen sich selber nicht als Helden. Sie möchten wahrgenommen werden. Sie sollen die Anerkennung bekommen, die sie verdienen, aber auch die Hilfe, die sie brauchen, wenn sie zurück aus dem Einsatz kommen.Und in Hamburg haben wir uns auf den Weg gemacht, nachdem der Deutsche Bundestag den Veteranen eingeführt hat und ganz bewusst es den Kommunen freigestellt hat, wie sie den begehen. Wir haben den ersten Aufschlag dieses Jahr gehabt mit dem Beförderungsappell und dem Senatsempfang. Gemeinsam mit der Bundeswehr, mit den Soldatinnen und Soldaten, mit dem Senat und mit uns hier im Parlament werden wir diesen Tag weiterentwickeln. Er wird fester Bestandteil der Zukunft Hamburgs werden.Und zum Schluss, weil ich in den letzten Wochen international für die Bürgerschaft unterwegs war, für den Europarat in Polen, fragen Sie die Menschen, wie es ihnen dort geht, welche Ängste sie haben vor einem Angriff Russlands. Sprechen Sie mit den Ukrainerinnen und Ukrainern, die aus den Kriegsgebieten flüchten und die Geschichten erleben. Hören Sie auf die Menschen. Wir machen Deutschland wieder zu dem, was es sein muss, nämlich wehrhaft mit unseren europäischen und internationalen Partnern.
