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Dr. Anke Frieling

CDU 3:18 min Sitzungen 23/6

Herr Präsident, meine Damen und Herren, wir haben ja jetzt schon ziemlich viel zu Olympia gehört, dafür und dagegen. Und ich habe schon den Eindruck, dass die meisten hier im Raum dafür brennen, es toll finden und es aus verschiedensten Gründen, und davon jetzt auch Schnittmengen geben, sich sehr für diese Idee begeistern können und auch für den Weg dahin. Trotzdem war es jetzt gerade in der Rede des Senators echt ein bisschen viel Lyrik und sehr viel leere Versprechungen. Und sozusagen das Versprechen mit Olympia wird diese Stadt jetzt sozusagen, werden alle Probleme dieser Stadt gelöst. Das wird ja so nicht sein. Da sollten wir auch alle ehrlich sein. Da sollten wir auch ehrlich sein zu unseren Bürgerinnen und Bürgern, weil die müssen diesen Weg mit uns gehen. Bis zur Bewerbung. Und wenn die Bewerbung erfolgreich ist, dann auch den Weg bis 2040 oder wann auch immer es sein wird. Und das wird dann ja natürlich auch... Belastungen mit sich bringen. Das weiß jeder, das wissen auch die Menschen mittlerweile. Und trotzdem begeistern sich ganz, ganz viele Menschen für Olympia. Und das müssen wir in Hamburg auch hinkriegen. Aber das bringen wir nicht hin, wenn wir schon mit Intransparenz und Unwahrheiten beginnen. Das beginnt schon bei der Frage mit dem neuen Wohnraum. Nein, natürlich, es gibt gar keinen neuen Wohnraum, weil es wird in der Science City Barenfeld eingesiedelt werden. Und dass es den Wohnraum hätte, so oder so gegeben. Nein, die Wissenschaftler müssen halt länger darauf warten, bis sie da hinziehen können. Seien Sie doch bitte, bitte ehrlich.Und wenn Sie da neuen Wohnraum schaffen wollten, damit die Wissenschaftler zum Beispiel schneller da einziehen können, da wäre ich hundertprozentig dafür, dann haben wir noch das Holzenareal. Dann nehmen wir das doch endlich in die Hand und bebauen es bis 2040. Weil das Allerbeste an einer Olympia-Bewerbung für die Infrastruktur einer Stadt ist der Termin. Bis dahin muss etwas fertig sein. Man kann das nicht endlos vor sich herschieben, wie das in dieser Stadt so gerne gemacht wird. Und natürlich kann man mit Olympia Begeisterung erwecken und man bringt Dinge in Schwung und man verändert die Städte. München ist ein gutes Beispiel. Alle anderen Städte, die meisten anderen Städte haben damit eine nächste Stufe erklommen. Das würde auch Hamburg können. Und England zum Beispiel hat es damit verbunden, eine breit angelegte Breitensportförderung nochmal drunter zu legen, damit sie nämlich im Medaillenspiegel vorne sind. Also es wird uns Möglichkeiten bieten. Wir müssen sie lösen und wir werden aber die Menschen mitnehmen müssen, um da hinzukommen. Und momentan nehme ich die Stimmung in der Stadt genauso wahr, wie sie bei dem Referendum war, nämlich total gespalten. Und insofern jetzt nochmal die Bitte und der Wettbewerb zwischen den deutschen Standorten läuft ja auch schon auf Social Media. Überlegen Sie sich, was Sie versprechen. Ist das für die Stadt ein tolles Versprechen, dass der HSV im Endeffekt ein neues Stadion kriegt? Oder vielleicht wäre es doch schön, wenn wir in dem Zusammenhang sagen, wir bauen endlich die S6 nach Ostdorf.Und die stoppt dann auch in der Science City Warenwelt. Das ist ein Gewinn für ganz, ganz viele Bürger in unserer Stadt. Und wer sich Sorgen macht, dass das Ganze organisatorisch ein Desaster wird, ich glaube, da müssen wir uns nicht sorgen, weil bis dahin haben wir ja schon eine Weile regiert und dann läuft das auch.

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