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Antje Hebel

AfD 3:01 min Sitzungen 23/5

Das Wort hat Frau Hebel für die AfD-Fraktion. Bitte schön. Sehr geehrtes Präsidium, sehr geehrte Damen und Herren! Der vorliegende AfD-Antrag, den ich provokant Leben und Lernen ohne Handy überschrieben habe, hat nicht das Verbot von Handys an Hamburg und Schulen zum Ziel. Er hat nicht die Einschränkung der Handynutzung im Visier, obwohl die Schattenseiten bei übermäßiger und unbegleiteter Handynutzung hinreichend bekannt sind. Der Antrag möchte durch ein Pilotprojekt an einer begrenzten Zahl von Schulen auf freiwilliger Basis mit wissenschaftlicher Begleitung eigene Erkenntnisse zu diesem kontrovers diskutierten Thema sammeln. Er soll den Erfahrungsschatz aller mit dieser Thematik Beschäftigten in Behörde, Schule, Elternschaft und Politik erweitern sowie Entscheidungshilfen liefern. Das schreit mir dringend geboten.haben doch fast alle Fraktionen in dem Ausschussbericht zu dem CDU-Antrag 22.15645 bestätigt, dass die heutige Handynutzung von Kindern und Jugendlichen problembehaftet ist. Suchtgefahr, Mobbing, Konzentrationsprobleme, Gewaltvideos, motorische Defizite seien hier genannt. Nur SPD und Senat konnten sich zu keiner klaren Aussage durchringen, haben nebulos geäußert, dass die Auswirkungen einer Handynutzung überhaupt nicht überschaubar seien und würden das Thema gerne gründlich ausdiskutieren, vergaßen aber zu erwähnen, wie lange das dauern soll. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann diskutieren sie noch immer. Fast alle Fraktionen mussten im Ausschussbericht auch auszuführen, wie es nicht geht. Konkrete Vorschläge blieben aber aus. Es wurde geäußert, dass Medienkompetenz vermittelt werden müsste. Das ist ja okay, aber eine typische Politikersprechblase, wenn man nicht sagt, wie. Die Grünen meinten, dass nicht die Handynutzung in, sondern außerhalb der Schule das Problem sei. Daher soll wohl erst das Problem außerhalb und dann innerhalb der Schule gelöst werden. Das sehe ich ganz anders und ich bin damit bestimmt nicht alleine. Außerdem monieren die Grünen fehlende evidenzbasierte Erkenntnisse über die Problematik. Wie bitte? PISA-Studie, UNESCO, zahlreiche öffentliche Studien belegen auf Basis wissenschaftlicher Untersuchungen, dass ungezügelte Handynutzung in SchulenWie in unserem Antrag aufgeführt, rudern gerade zig Nachbarländer in dieser Frage aufgrund dieser und ihrer eigenen Studien zurück. Wo bitte schön fehlt das evidenzbasierte Wissen? Wie dem auch sei, der vorliegende Antrag bietet ja nun einen konkreten Schritt in der Thematik voranzukommen. Es geht letztendlich darum, die unreflektierte, übermäßige, den Lehrauftrag behindernde Nutzung von Handys während der Schulzeit zu regeln. Die Schulen sind dabei nicht alleine zu lassen, was trotz aller schönen Worte und Empfehlungen bisher der Fall war. Vielen Dank.

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