buergerschaft.de ↗

Danial Ilkhanipour

SPD 4:44 min Sitzungen 23/5

Frau Präsidentin, meine sehr verehrten Damen und Herren, nicht erst nach Donald Trump verändern sich die Weltmärkte, neue Player reüssieren und formieren sich, was wie immer Chancen, aber eben auch Herausforderungen zur Folge hat. Die Wiederwahl von Donald Trump allerdings, die Zolldebatte, das Infragestellen jahrzehntelang gewachsener politischer, aber insbesondere auch wirtschaftlicher Bündnisse, brachte nunmehr eine neue Dynamik und stellt auch deutsche Unternehmen auf die Probe. Sie erlauben mir an dieser Stelle den Hinweis, dass spätestens jetzt alle europakritischen Einfallspinsel und Populisten, die zurück zu Nationalstaaten wollen, Lügen gestraft worden sind. Man stelle sich in diesem Moment einmal vor, wie einzelne Nationalstaaten als jeweils viel zu kleiner Verhandlungspartner in so einer Situation gegeneinander ausgespielt werden.Was manch einer nicht verstehen will, dass man eben nicht, Sie fühlen sich angesprochen, einfach das Land in die 90er zurückdrehen kann, eben weil der Rest der Welt sich weitergedreht hat. Was man aber stattdessen machen kann und eine weitsichtige, kluge Politik machen sollte, ist eben, die Zeichen der Zeit zu erkennen und die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen und zu schaffen. So wie wir es in Hamburg seit eh und je getan haben und was unsere Stadt und unser Land auch gut getan hat. Unser wirtschaftlicher Erfolg kommt eben nicht von ungefähr. Hamburg ist Spitzenreiter beim realen Wirtschaftswachstum, haben wir heute auch schon gehört, weil wir auf Offenheit, Austausch und Vernetzung setzen mit Europa und dem Rest der Welt. Und wenn nun mehr Europa Teil der Lösung der veränderten Weltlage ist, so entwickelt sich eine bessere europäische Vernetzung zur Zukunftsstrategie. Das Haus der norddeutschen Wirtschaft in Brüssel ist dann, wie in dieser Drucksache beschrieben, ein weiterer strategischer Schritt, um Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Hamburg ist so nicht nur das Tor zur Welt, sondern auch die Brücke zwischen der norddeutschen Wirtschaft und den europäischen Institutionen. Wir schaffen einen Ort, an dem Innovation, Zusammenarbeit und Interessenvertretung Hand in Hand gehen. Es wird damit auch mehr sein als nur ein Gebäude. Es wird ein Ort des Austauschs, der Begegnung und des gemeinsamen Gestaltens. Hier werden Unternehmen, Politik, Wissenschaft zusammenkommen, um Lösungen für die Zukunft zu finden.die Herausforderungen von morgen zu entwickeln. Das ist ein Beitrag, unser Beitrag zu einem starken, geeinten Europa und ein klares Signal, dass Hamburg Verantwortung übernimmt und über den eigenen Tellerrand hinausblickt und aktiv die Zukunft mitgestaltet. Das Haus der norddeutschen Wirtschaft ist nicht nur für Hamburg von Bedeutung, sondern für die gesamte norddeutsche Region. Es ist ein Zeichen des Zusammenhalts und der Kooperation über Ländergrenzen hinweg. Gemeinsam sind wir nämlich stärker und gemeinsam können wir unsere Interessen in Europa besser vertreten. Dieses Projekt ist daher ein wichtiger Schritt, um die norddeutsche Identität zu stärken und unsere Region als attraktiven Wirtschaftsstandort zu positionieren. Ganz konkret bedeutet das für Hamburger Unternehmen eine zentrale Anlaufstelle in Brüssel, direkten Zugang zu EU-Entscheidungsträgern, die Möglichkeit, Netzwerke zu knüpfen und von den Erfahrungen anderer zu profitieren. Es ist ein Katalysator für Innovation und Wachstum und ein wichtiger Baustein, um unsere Unternehmen im globalen Wettbewerb zu stärken. Es ist eben nicht nur eine abstrakte Idee, sondern handfeste Wirtschaftsförderung. Meine Damen und Herren, Europa ist nicht nur ein Markt, sondern auch ein Innovationsraum. Mit dem Haus der norddeutschen Wirtschaft schaffen wir eine Plattform, auf der Hamburger Unternehmen von neuesten Entwicklungen in Europa profitieren und ihre eigenen Innovationen präsentieren können. Es ist ein Ort des Wissensaustauschs, der Inspiration.und der Zusammenarbeit und ein wichtiger Schritt, um Hamburg als Innovationsstandort zu stärken. Und das alles, liebe CDU, und darauf muss ich jetzt noch einmal eingehen, weil Sie das in der Prosa Ihres Zusatzantrags so despektierlich anführen, ist eben keine Immobilienpolitik, sondern das ist aktive Standortpolitik für unsere Unternehmen und für die Menschen, die hier arbeiten. Was Sie fordern, ist in Wahrheit mehr Bürokratie und es bescheinigt leider Ihre Kurzsichtigkeit, was Hamburger Wirtschaftsinteressen angeht, und manifestiert Ihre Entwicklung von einer modernen Großstadtpartei weg zum eher provisionellen Denkmustern. Aber darum können wir uns nicht auch noch kümmern. Vielen Dank.

Alle Reden von Danial Ilkhanipour Rede ansehen ↗